Weihnachtssterne und Christrose
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Garteln in Salzburg

Die Weihnachtspflanzen für daheim

Weihnachtssterne, Amaryllis und Christrosen: Sie sind die Weihnachtswunder, die man jetzt schon in den Zimmern genießen kann. Die eine braucht es warm, die andere etwas kälter. Biogärtner Karl Plobergers hat die Tipps für die richtige Pflege.

Für welche Weihnachtspflanze man sich auch immer entscheidet, Freude machen sie alle. Denn sie bringen Farbe in den grauen Winteralltag.

Sendungshinweis

„Garteln in Salzburg“, 28.11.2019

Der Weihnachtsstern und seine Pflege

Den Weihnachtsstern dort kaufen, wo er eine Pflege bekommen hat, die ihm zusagt: Ein warmes Plätzchen mit etwa 18 Grad und viel Licht sowie gleichmäßigen Wassergaben. Fallen die kleinen Blüten, also die Bällchen inmitten der bunten Hochblätter ab oder fehlen sie, so war die Pflege nicht optimal, oder die Pflanze ist schon verblüht. Einen solchen Weihnachtsstern sollte man nicht mehr kaufen.

Weihnachtssterne und Christrose
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Weihnachtssterne, dahinter eine Christrose

Bei kalter Witterung packt man den Weihnachtsstern dick in Zeitungen und fährt damit direkt nach Hause, denn dann wird die Pflanze lange blühen. Hat sich die Pflanze „verkühlt“, so verliert sie die grünen Blätter. Nie der Zugluft aussetzen – also beim Fenster öffnen immer wegstellen. Auch hier droht nämlich „Erkältungsgefahr“.

Beim Gießen lauwarmes Wasser verwenden. Niemals Wasser im Untersetzer oder Übertopf stehen lassen.

Der Weihnachtsstern verdient es nicht, dass man ihn wegwirft nach dem Abblühen. Schneidet man ihn zurück und hält man ihn etwas trockener und beginnt er dann im Mai zu wachsen, so topft man ihn in frische Erde und stellt ihn auf Balkon oder Terrasse. Die Triebe zwei Mal stutzen, damit er sich verzweigt.

Amaryllis
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Die Amaryllis

Die Amaryllis

Sie ist der Star der Wintermonate: die Amaryllis oder auch Ritterstern genannt. Ein wirklicher Gigant unter den Zimmerpflanzen, bei dem man eigentlich nichts falsch machen kann. Die fünf wichtigsten Tipps fürs Gelingen:

Tipp Nr. 1

Je größer die Zwiebel, desto mehr Blüten. Dennoch: der Topf darf nicht zu groß sein. Zwischen Zwiebel und Topfrand sollten 2 cm Platz für Erde bleiben. Ein Tontopf ist ideal, weil er schwer genug ist und verhindert, dass die Pflanze mit den großen Blütentrieben später umfällt. Die Zwiebel wird etwa zur Hälfte (bis maximal 2/3) eingepflanzt – niemals tiefer, sonst kann es zu Fäulnis kommen. Bio-Topferde ist ideal, Hornspäne sind der erste Dünger.

Tipp Nr. 2

Topf sofort ins warme Zimmer stellen. Temperaturen um die 20 Grad sind ideal. Nicht dunkel aufstellen. Nur leicht angießen. Würde man zu viel gießen, können die Blüten stecken bleiben und nur Blätter aus der Zwiebel wachsen.

Tipp Nr. 3

So bald der Blütentrieb gut 20 cm lang ist, wird regelmäßig gegossen. Als Standort ist nun ein heller Platz mit 15 bis 20 Grad ideal. Da öffnen sich die Blüten langsam und bleiben lange erhalten. Die Töpfe ab und zu drehen, denn so verhindert man, dass die Triebe zu schräg zum Licht wachsen.

Tipp Nr. 4

Nach dem Abblühen nur die Samenstände abschneiden. Nun beginnt die Zeit des Kraftsammelns: die langen grünen Blätter benötigen nun viel Licht bzw. Sonne, Wasser und Dünger. Ab Mai können sie sogar ins Freie gestellt werden. Ab Ende August beginnt die Ruhezeit im Keller, ab Dezember gibt es die neue Blüte.

Weihnachtspflanzen für das Zimmer

Weihnachtssterne, Amaryllis und Christrosen: Sie sind die Weihnachtswunder, die man jetzt schon in den Zimmern genießen kann.