Das beliebte Familien-Skigebiet Gaißau-Hintersee ist nach Jahren der Krise nun endgültig Geschichte. Alle Lifte werden abgebrochen. Das haben am Freitag die neuen Eigentümer bekanntgegeben. Die Pachtverhandlungen mit einem wichtigen Grundbesitzer im Skigebiet seien endgültig gescheitert. Alle anderen hätten schon unterschrieben.
Flugbild: Gerald Lehner
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Wirtschaft

Hoffnung für totgesagte Skischaukel Gaißau-Hintersee

Für den Fortbestand der Skischaukel Gaißau-Hintersee (Tennengau/Flachgau) gibt es neuen Hoffnungsschimmer. Mittel -und langfristig sei sogar der Bau einer neuen Seilbahn zum Gipfel des Spielbergs möglich. Das hat am Mittwoch einer der beiden Investoren dem ORF bestätigt. Morgen Donnerstag gibt es dazu einen neuen Stichtag.

Man hoffe noch auf eine gute Planungssicherheit und die Zusage eines wichtigen Grundbesitzers, so Investor Berthold Lindner. Der betreffende Grundbesitzer hat bisher – als einziger von vielen – die Pachtverträge noch nicht unterschrieben. Es werde Donnerstag wohl alles von einem Anruf oder einer E-Mail vom Anwalt des Gaißauer Bergbauern abhängen. Das sagte der Wiener Rechtsanwalt Lindner am Mittwoch dem ORF.

„Wir brauchen dringend Planungssicherheit“

Neuester Stand der Dinge: Der gebürtige Oberösterreicher Lindner aus Vorderstoder will mit seinem Salzburger Geschäftspartner Bernhard Eibl aus Krispl-Gaißau weiterhin massiv in die Salzburger Skischaukel in den Osterhornbergen investieren. Noch letzte Woche hatten beide Männer nach gescheiterten Pacht-Gesprächen ihren kompletten Rückzug bekanntgegeben. Die Investoren betonen nun, es könnte eventuell doch noch weitergehen. Aber man brauche dringend die mittel- und langfristige Planungssicherheit und Verlässlichkeit aller Partner.

Neue Gipfelbahn ab 2027 wäre möglich

2027 läuft nämlich die Betriebsgenehmigung für den alten und mit einem Dieselmotor betriebenen Zubringersessellift aus. Für den Ersatz und Neubau gebe es derzeit noch keine konkreten Pläne. Aber die Zukunft könne sehr wohl eine moderne Seilbahn bis auf den Gipfel des Spielbergs bringen, schildert Anwalt Lindner.

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Das beliebte Familien-Skigebiet Gaißau-Hintersee ist nach Jahren der Krise nun endgültig Geschichte. Alle Lifte werden abgebrochen. Das haben am Freitag die neuen Eigentümer bekanntgegeben. Die Pachtverhandlungen mit einem wichtigen Grundbesitzer im Skigebiet seien endgültig gescheitert. Alle anderen hätten schon unterschrieben.
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Wieserhörndl und Anzenberg – die auch für Anfänger bestens befahrbare Seite der Skischaukel
Das beliebte Familien-Skigebiet Gaißau-Hintersee ist nach Jahren der Krise nun endgültig Geschichte. Alle Lifte werden abgebrochen. Das haben am Freitag die neuen Eigentümer bekanntgegeben. Die Pachtverhandlungen mit einem wichtigen Grundbesitzer im Skigebiet seien endgültig gescheitert. Alle anderen hätten schon unterschrieben.
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Wieserhörndl mit der Sesselbahn im Frühsommer
Das beliebte Familien-Skigebiet Gaißau-Hintersee ist nach Jahren der Krise nun endgültig Geschichte. Alle Lifte werden abgebrochen. Das haben am Freitag die neuen Eigentümer bekanntgegeben. Die Pachtverhandlungen mit einem wichtigen Grundbesitzer im Skigebiet seien endgültig gescheitert. Alle anderen hätten schon unterschrieben.
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Anzenberg
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Latschenalm im Zentrum des Skigebietes
Das beliebte Familien-Skigebiet Gaißau-Hintersee ist nach Jahren der Krise nun endgültig Geschichte. Alle Lifte werden abgebrochen. Das haben am Freitag die neuen Eigentümer bekanntgegeben. Die Pachtverhandlungen mit einem wichtigen Grundbesitzer im Skigebiet seien endgültig gescheitert. Alle anderen hätten schon unterschrieben.
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Die Latschenalm ist im Sommer auch als Wanderziel sehr beliebt
Das beliebte Familien-Skigebiet Gaißau-Hintersee ist nach Jahren der Krise nun endgültig Geschichte. Alle Lifte werden abgebrochen. Das haben am Freitag die neuen Eigentümer bekanntgegeben. Die Pachtverhandlungen mit einem wichtigen Grundbesitzer im Skigebiet seien endgültig gescheitert. Alle anderen hätten schon unterschrieben.
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Anzenberg und Wieserhörndl von Osten. Die Geologie der Osterhornberge bietet süd- und südwestseitig sanfte und prachtvolle Skihänge. Gegen Norden und Nordosten dominieren hohe Steilflanken und Wände das Szenario. Am Fuß dieser Wand liegt die so genannte „Eiskapelle“, wo der Lawinenschnee auch die Sommermonate natürlich überdauert
Das beliebte Familien-Skigebiet Gaißau-Hintersee ist nach Jahren der Krise nun endgültig Geschichte. Alle Lifte werden abgebrochen. Das haben am Freitag die neuen Eigentümer bekanntgegeben. Die Pachtverhandlungen mit einem wichtigen Grundbesitzer im Skigebiet seien endgültig gescheitert. Alle anderen hätten schon unterschrieben.
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Wieserhörndl, der höchste Punkt des Gebietes, hinten der Wallersee
Das beliebte Familien-Skigebiet Gaißau-Hintersee ist nach Jahren der Krise nun endgültig Geschichte. Alle Lifte werden abgebrochen. Das haben am Freitag die neuen Eigentümer bekanntgegeben. Die Pachtverhandlungen mit einem wichtigen Grundbesitzer im Skigebiet seien endgültig gescheitert. Alle anderen hätten schon unterschrieben.
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Lifthäuschen in einem der vergangenen „Jahrhundertwinter“. Gaißau-Hintersee gilt als „Schneeloch“
Das beliebte Familien-Skigebiet Gaißau-Hintersee ist nach Jahren der Krise nun endgültig Geschichte. Alle Lifte werden abgebrochen. Das haben am Freitag die neuen Eigentümer bekanntgegeben. Die Pachtverhandlungen mit einem wichtigen Grundbesitzer im Skigebiet seien endgültig gescheitert. Alle anderen hätten schon unterschrieben.
Gerald Lehner
Gipfel des Wieserhörndl nach Wintersturm
Das beliebte Familien-Skigebiet Gaißau-Hintersee ist nach Jahren der Krise nun endgültig Geschichte. Alle Lifte werden abgebaut und verkauft. Das gaben Freitag die neuen Eigentümer bekannt. Die Pachtverhandlungen mit einem wichtigen Grundbesitzer seien endgültig gescheitert. Alle anderen hätten die Verträge schon unterschrieben.
Feuerwehr Krispl-Gaißau
Krispler Feuerwehrleute bei Bergeübung auf der Sesselbahn vor wenigen Tagen. Auch sie wurden von der Nachricht am Freitag kompett überrascht
Das beliebte Familien-Skigebiet Gaißau-Hintersee ist nach Jahren der Krise nun endgültig Geschichte. Alle Lifte werden abgebrochen. Das haben am Freitag die neuen Eigentümer bekanntgegeben. Die Pachtverhandlungen mit einem wichtigen Grundbesitzer im Skigebiet seien endgültig gescheitert. Alle anderen hätten schon unterschrieben.
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Das beliebte Familien-Skigebiet Gaißau-Hintersee ist nach Jahren der Krise nun endgültig Geschichte. Alle Lifte werden abgebrochen. Das haben am Freitag die neuen Eigentümer bekanntgegeben. Die Pachtverhandlungen mit einem wichtigen Grundbesitzer im Skigebiet seien endgültig gescheitert. Alle anderen hätten schon unterschrieben.
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Links vom Wieserhörndl der Gipfel des Spielbergs, auf den ab 2027 eine neue Seilbahn führen könnte
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Anzenberg im vergangenen Spätherbst. Auf der anderen Seite gibt es anfängertaugliche Hänge, die bei Familien sehr beliebt sind
Das beliebte Familien-Skigebiet Gaißau-Hintersee ist nach Jahren der Krise nun endgültig Geschichte. Alle Lifte werden abgebrochen. Das haben am Freitag die neuen Eigentümer bekanntgegeben. Die Pachtverhandlungen mit einem wichtigen Grundbesitzer im Skigebiet seien endgültig gescheitert. Alle anderen hätten schon unterschrieben.
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Foto vor wenigen Tagen aufgenommen: Vorne das Ortszentrum von Krispl, dahinter der Ortsteil Gaißau mit Spielberg, Wieserhörndl und Anzenberg, den Hauptgipfeln der Skischaukel nach Hintersee

Knackpunkt sind zwei Hektar Grund

Die neue Talstation für die Hauptseilbahn müsste aus technischen Gründen weiter nach Westen, also in Richtung Tal verschoben werden. Knackpunkt für die Planungssicherheit seien zwei Hektar Grund und ein Grundstückstausch, sagt Lindner.

Sein Partner Eibl und er würden sich weiter bemühen, für alle Grundbesitzer eine faire Partnerschaft und über die Pacht auch eine sehr lukrative Zukunft zu ermöglichen – letztlich zum Wohl der ganzen Region im Umfeld der Landeshauptstadt Salzburg und des angrenzenden Oberösterreichs. Aus Gaißau war aus der Bevölkerung am Mittwoch zu erfahren, dass Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) schon seit Tagen in Verhandlungen und Gespräche eingebunden sei.

Stellungnahme aus dem Regierungsbüro

Es sei sehr wohl möglich, dass der Salzburger Regierungschef verstärkt seine verbindende Kraft in die Diskussionen einbringen werde. Das sagte Haslauers Sprecher Christian Pucher am Mittwoch dem ORF auf Anfrage: „Aber die Partner haben offenbar zu einer neuen Gesprächsbasis gefunden, und deshalb lassen wir sie aus heutiger Sicht weiter verhandeln, bevor weitere Schritte folgen könnten.“