Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Flugbild: Gerald Lehner
Flugbild: Gerald Lehner
Lifestyle

Die kürzesten Tage und ihre dunklen Geheimnisse

Zur Wintersonnenwende um den 21. Dezember gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge. Weiters kaum bekannt ist, dass es schon seit letzter Woche mehr Tageslicht an den Abenden gibt. Aber: Erst ab 6. Jänner kommt es auch am Morgen früher. Und was hat das mit dem Judentum zu tun?

Die beiden längsten Nächte des Jahres dauern in Salzburg von 16.54 bis 7.18 Uhr. Das sind jeweils 14 Stunden, 24 Minuten. Wichtiger Hinweis: Alle Zeitangaben beziehen sich auch im Folgenden auf die wissenschaftlich genormten Zeitpunkte der „bürgerlichen Abend- und Morgendämmerung“ – nicht auf Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge.

Als eigentliche „Thomasnacht“ gilt die von 20. auf den 21. Dezember. Sie ist laut Astrophysikern aber nur ca. 30 Sekunden länger als die folgende auf den 22. Dezember. In den danach kommenden Tagen, Wochen und Monaten werden die Tage nicht nur wieder länger. Die tägliche Zunahme des Tageslichtes verstärkt sich auch selbst von Tag zu Tag – bis in den Frühling zur Tag-Nacht-Gleiche.

Regionale Abweichungen:

Für Wien muss man von allen hier angegebenen Zeiten 15 Minuten abziehen. Tag, Nacht und Dämmerungen kommen nämlich stets etwas früher nach Wien: Die Erde dreht sich von Westen nach Osten, und Wien liegt östlich von Salzburg. Für Innsbruck sind bei allen Angaben sechs Minuten dazuzuzählen, weil Tag und Nacht immer etwas später nach Innsbruck kommen.

Danach wird der tägliche Zuwachs von Licht wieder weniger und verkehrt sich zur Sommersonnenwende am 21. Juni wieder ins Gegenteil – auf Herbst und Winter hin. Das Gesamtsystem beschreiben Fachleute mit einer Sinuskurve.

Dunkle Morgen machen Winternächte lang

Astronomische Hintergründe zur Zeit der Wintersonnenwende verblüffen viele Laien, wenn sie davon erfahren: Der Beginn der Abenddämmerung um 16.52 Uhr (Ortszeit Salzburg) war nun schon seit 4. bis zum 16. Dezember konstant. In diesen zwei Wochen seit Anfang des Monats (!) wurden die Tage an ihren Abenden nicht mehr kürzer.

Am 16. Dezember verschob sich diese Lage dann zum ersten Mal in Richtung Frühling – um eine Minute auf 16.53 Uhr. Heute am Montagabend (20. Dezember) liegt die Abenddämmerung bei 16.54 Uhr – wieder 60 Sekunden mehr. Schon bald gibt es dann zwei Minuten tägliche Änderung, später noch mehr.

Fotostrecke mit 14 Bildern

Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Flugbild: Gerald Lehner
Abend zur Sonnenwende im Steinernen Meer: Großer Hundstod, Watzmann, dazwischen in der Ferne der Untersberg bei Berchtesgaden und Salzburg
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Gerald Lehner
Abenddämmerung. Steinernes Meer, hinten Leoganger Steinberge
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Gerald Lehner
Abenddämmerung. Steinernes Meer, Hochkalter, Watzmann
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Gerald Lehner
Abenddämmerung. Hochkönig mit Matrashaus
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Flugbild: Gerald Lehner
Abenddämmerung. Hochkönig mit Matrashaus
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Flugbild: Gerald Lehner
Steinernes Meer mit Großem Hundstod, hinten Berchtesgadener Alpen mit Watzmann und Hohem Göll
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Gerald Lehner
Abenddämmerung. Hochkönig-Südwand
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Gerald Lehner
Abenddämmerung. Hochkönig, Mandlwände, Arthurhaus, Mitterfeldalm. Hinten Großer Hundstod, Watzmann, Hagengebirge
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Gerald Lehner
Später Nachmittag über dem Hallstätter Gletscher auf dem Dachstein. Hinten Hohe Tauern zwischen Hafner, Ankogel, Großglockner und Großvenediger
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Flugbild: Gerald Lehner
Über dem Salzkammergut
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Gerald Lehner
Über dem Pustertal (Südtirol) bei Toblach zur Sommersonnenwende. Gegenpol mit den längsten Tagen
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Gerald Lehner
Kurz vor der Dämmerung in der Stadt Salzburg vor zwei Wochen
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Gerald Lehner
Über Thalgau der Blick nach Südwesten: Watzmann, Hochkalter, Untersberg und Salzburger Gaisberg
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Flugbild: Gerald Lehner
Winterabend in Wals, hinten Bad Reichenhall, Ristfeuchthorn, Sonntagshorn und Hochstaufen

Sinuskurve & Ellipse

Warum ändern sich die Tageszeiten bzw. Dämmerungen nicht konstant und übersichtlicher?

Die Erde bewegt sich nicht in der Äquatorebene und nicht auf einer Kreisbahn mit konstanter Winkelgeschwindigkeit um die Sonne. Sondern in der Ekliptik – entsprechend den Keplerschen Gesetzen – auf einer Ellipsenbahn. So erfolgt der jährliche Umlauf der Projektion der Richtung der Sonne mit einer variablen Winkelgeschwindigkeit. Daher ändert sich der in der Äquatorebene liegende Stundenwinkel der Sonne ungleichmäßig – selbst bei theoretischer Annahme einer konstanten Rotationsgeschwindigkeit der Erde.

Schon seit 16. Dezember hellere Abende

An den Morgen sieht die Lage noch ganz anders aus. Deren Umkehr für kürzere Nächte beginnt hier erst am 6. Jänner. An diesem Tag haben wir noch immer die späteste Morgendämmerung des ganzen Jahres: 7.21 Uhr (Salzburg). Dieser Wert wird aber erst am 30. Dezember (!) erreicht und bleibt dann eine ganze Woche gleich.

Die Änderungen bei Licht, Dunkelheit und ihren Übergängen verhalten sich zwischen 16. Dezember und 6. Jänner zueinander und untereinander alles andere als linear. Generell gilt: Für die Kürze der Tage sind rund um die Wintersonnenwende viel stärker die späten Morgendämmerungen die Ursache als die frühen Abende.

Beispiele

Die Nacht von 16. auf 17. Dezember dauert von 16.53 bis 7.15 Uhr (Salzburger Zeit). Das sind 14 Stunden, 22 Minuten.

Die Nacht von 5. auf 6. Jänner dauert von 17.06 bis 7.21 Uhr = 14 Stunden, 15 Minuten.

Grundlagen aus der Fliegerei

Alle Zeitpunkte in dieser Geschichte basieren auf behördlichen Daten für die Fliegerei. Dämmerungen und ihre Jahresläufe sind für alle Flughäfen weltweit in eigenen Tabellen publiziert. In vielen Bereichen der Luftfahrt spielen nämlich Tageslicht, Sichtbarkeiten von Objekten im Raum und auf dem Boden zentrale Rollen – besonders im Verkehr nach Sichtflugregeln (VFR), aber auch für Landeanflüge nach Instrumentenregeln (IFR).

Fachbegriffe, Definitionen

  • für das Ende des Tageslichtes:

ECET = end of civil evening twilight = Ende der „bürgerlichen Abenddämmerung“ = Zeitpunkt, an dem der Mittelpunkt der Sonnenscheibe sechs Grad unter dem mittleren Horizont steht.

  • für den Tagesbeginn:

BCMT = begin of civil morning twilight = Beginn der „bürgerlichen Morgendämmerung“, wenn der Mittelpunkt der Sonnenscheibe wiederum sechs Grad unter dem mittleren Horizont steht.

Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Austro Control
Seite aus den Dämmerungstabellen für den Salzburger Flughafen, die von der Flugsicherung Austro Control herausgegeben werden. Vermerkt sind auch die Zeiten für Auf- und Untergänge der Sonne (SR für sunrise, SS für sunset) …

ECET und BCMT werden von Behörden, Regierungen, Wissenschaftern und Piloten in „Weltzeit“ (UTC) angegeben. Salzburg liegt im Winter eine Stunde vor UTC, im Sommer zwei Stunden. UTC läuft als ganzjährig fixe und dauerhafte Zeitnorm, die – ausgehend von Greenwich bei London – global gilt. Ihre historischen Wurzeln hat die Weltzeit in den Epochen, als Briten vor Jahrhunderten die Gestalt der Erde besonders effektiv erforschten, benannten und systematisierten. Damals entstand als Maßeinheit auch die Seemeile oder nautische Meile (1,851 Kilometer). Sie ist die exakte Distanz, wenn man auf dem 40.000 Kilometer langen Äquator bei einer Erdumrundung (360 Grad) genau eine Winkelminute zurücklegt.

Jüdische Schabbat-Tradition ähnlich

Ähnliche, nicht ganz so komplexe Tabellen über die Änderungen der Tageslängen gibt es im traditionellen Judentum schon seit vielen Jahrhunderten – für Privathaushalte, aber auch für Synagogen. Dabei geht es rituell um den Beginn aller Feiertage. Besonders betrifft es die Freitage, wenn jede Woche bei Sonnenuntergang bzw. zur Abenddämmerung die Kerzen für den folgenden Ruhe-, Bet- und Nachdenktag Schabbat angezündet werden.

Fotostrecke mit 4 Bildern

Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Hanna Feingold
Sonnenuntergänge: Tabelle der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg für Gottesdienste in der Landeshauptstadt und Hallein (Tennengau)
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Hanna Feingold
Planungskalender für Schabbat-Feiern – mit Zeitpunkten zum Anzünden von Kerzen
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Hanna Feingold
Planungskalender für Schabbat-Feiern – mit Zeitpunkten zum Anzünden von Kerzen
Zur Wintersonnenwende gibt es – wenn man nach Minuten und nicht nach Sekunden rechnet – zwei „längste Nächte“ mit gleicher Länge – die von 20. auf 21. Dezember und auch die folgende. Weiters kaum bekannt: Schon seit Donnerstag letzter Woche (16. Dezember) haben wir an den Abenden schon wieder längeres Tageslicht. Aber: Erst ab 6. Jänner bekommen wir auch wieder früher Licht am Morgen.
Hanna Feingold
Dämmerungstabelle der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg für Gottesdienste in der Landeshauptstadt und Hallein (Tennengau)

Tradition und Moderne

Ein Schabbat dauert jeweils von Sonnenuntergang am Freitag bis zum Eintritt der Dunkelheit am folgenden Samstag. Im Kalender der jüdischen Tradition läuft jeder Tag vom Vorabend bis zum Abend des nächsten Tages – und nicht von 0 bis 24 Uhr.

Hanna Feingold, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, sieht in den Dämmerungstabellen starke Querverbindungen zwischen uralter Tradition und Moderne, zwischen Religion und Luftfahrt. Diese naturwissenschaftliche Gottesnähe könne man mit Augenzwinkern gut im Religionsunterricht für jüdische Volksschüler einsetzen, schmunzelt die Salzburgerin:

„Wenn du nicht weißt, wann dein Schabbat beginnt, frag einen Piloten. Leider haben wir in Salzburg keine Volksschüler mehr. Vor ein paar Tagen hat sich aber eine Familie mit drei Kindern bei uns angemeldet. Vielleicht ist das der göttliche Schub für unsere Gemeinde von Senioren.“