Eglsee und Jahreszeiten-Weg in Golling

In dieser Woche hat die Gemeinde Golling (Tennengau) den Eglsee mit dem Jahreszeiten-Weg als ihren schönsten Platz nominiert. Dort ist auch ein Gemälde des weltberühmten Malers Gustav Klimt entstanden.

Sendungshinweis

„Salzburg heute“, 16.11.2017

Der See ist ein Naturjuwel und liegt nur ein paar Gehminuten vom Gollinger Markt entfernt. Im Sommer 1899 verbrachte Gustav Klimt mehrere Wochen in der Tennengauer Gemeinde. Der Eglsee soll Klimt für das Gemälde „Ein Morgen am Teiche“ inspiriert haben. Mit diesem Bild prägte er ein neues Format. Es war das erste Gemälde quadratischer Landschaftsmalerei und es erzielte schon zu Lebzeiten Klimts einen Wert von zwei Jahresgehältern eines Lehrers. Heute ist das Gemälde 30 Millionen Euro wert und hängt im Leopold Museum in Wien.

Eglsee bei Golling
ORF

Aufschwung durch Sommerfrische

Heute ist der Eglsee beliebter Spazierweg und Naherholungsgebiet der Gollinger. 1875 wurde die Bahnverbindung bis nach Golling erweitert. Zahlreiche Sommerfrischler reisten deshalb im 19. Jahrhundert von Wien in die Tennengauer Gemeinde. „Lange Zeit war Golling die Kopfstation der Bahnverbindung nach Wien und es sind natürlich von dort zahlreiche Sommerfrischler nach Golling gekommen“, sagte Erich Urbanek, Gründer des Museums Burg Golling. Im 20. Jahrhundert gab es am Eglsee noch einen Bootsverleih und einen Schießstand.

Spielerisch die Natur entdecken

Am Eglsee beginnt der Jahreszeiten-Weg, ein Naturlehrpfad durch den Wald auf den Bürgerberg. Auf insgesamt 34 Stationen können Spaziergeher Natur und Tiere entdecken. Mit einem Labyrinth, einem Baumhoroskop, Balancierweg, Insektenhotel, Wasserspeicher und einer Kapelle wird der Jahreszeiten-Weg zum Wandererlebnis für alle Altersgruppen.

Ganz oben, auf einer Anhöhe, steht die Parkkapelle. Sie wurde 1907 von einem Gollinger Zimmermeister errichtet. Von hier aus sieht man die umliegenden Berge, wie den Schlenken, den Untersberg, aber auch bis zur Festung Hohen Salzburg.

Siedlungsfunde aus der Bronzezeit

Der Eglsee liegt am Fuße des Rabensteins. Dieser war in der späten Jungsteinzeit und vor allem in der Bronzezeit besiedelt. Bei Grabungen fanden Historiker Stein- und Bronzebeile, eine Lanzenspitze aus Bronze und Gegenstände aus Keramik. Die Funde sind im Salzburg Museum ausgestellt.

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

ORF-Redakteurin Mariella Treml hat sich den Eglsee und seine Umgebung für diese TV-Story näher angesehen.

Werbung X