Das Wasser- und Radlerparadies Plainfeld

Die Gemeinde Plainfeld (Flachgau) hat ihren höchsten Punkt als schönsten Platz genannt für unsere Serie. Aber auch der tiefste ist reizvoll – beim Salzburgring im Nesselgraben, der international bekannte Rennstrecke.

Plainfeld bietet sanft hügelige Landschaft - wie geschaffen für das Fahrrad, wenn man sich auch ein wenig anstrengen möchte. Nach jeder Steigung kommt schnell wieder eine Abfahrt zur Belohnung. Plainfeld ist nach Oberndorf flächenmäßig die zweitkleinste Gemeinde im Flachgau.

Volksradlfahren Salzburgring Plainfeld
ORF
Bis zu 13.000 Teilnehmer beim Radlfahren auf dem Salzburgring in den 1970ern

Panorama bis Göll und Tennengebirge

Aber der Ausblick ist sehr beeindruckend und weit, sagt Karl Paschek vom örtlichen Bildungswerk: „Vom Gaisberg über den Schwarzenberg bis zum Hohen Göll schweift bei uns der Blick. Im Süden sieht man das mächtige Kalkmassiv des Tennengebirges in der Ferne. Davor die Osterhornberge mit Schlenken, Gruberhorn, Gennerhorn und Hohem Zinken.“

Sehr starke Quellen für die ganze Region

Alle diese Gipfel könnte man besteigen. Sie stehen aber in anderen Gemeinden. Wer es ein bisschen gemütlicher mag, geht herunten in Plainfeld die so genannte Haringrunde mit sieben Kilometern Länge und der schönen Aussichtsplattform in 778 Metern Seehöhe.

Das ist der höchste Punkt von Plainfeld mit dem Trinkwasserspeicher, erzählt Bürgermeister Wolfgang Ganzenhuber (ÖVP): „Wir sind eine sehr wasserreiche Gemeinde mit starken Quellen. Es gibt eine sehr gute Schüttung. Wir können sieben Gemeinden mit Wasser versorgen.“ Henndorf, Seekirchen, Eugendorf, Koppl, Hallwang und Hof bekommen ihr Trinkwasser aus Plainfeld. Für den Wasserreichtum war die kleine Gemeinde der breiten Öffentlichkeit bisher weniger bekannt.

Salzburgring: Legendäres Volksradlfahren

Sehr bekannt ist dagegen der Salzburgring als internationale Rennstrecke für Motorrad- und Autorennfahrer. In den 1970er- und 80er-Jahren waren einmal im Jahr hier auch die Radler unterwegs, sagt Wolfgang Saliger vom Plainfelder Sportverein: „Die Plainfelder haben damals untereinander hier eine Radlmeisterschaft ausgetragen. Die sind mit allen möglichen alten Tschesen herumgefahren. Das wurde so ein Erfolg, dass sie dann eine große Veranstaltung daraus gemacht haben. Daraus wurde dann ein Volksradlfahren. Wir haben geglaubt, da kommen halt ein paar hundert. Aber dann sind gleich ein paar tausend gekommen. Das hat die Organisation dann überfordert. Am Höhepunkt waren 13.000 Radlfahrer auf dem Ring unterwegs.“

Nach 13 Jahren haben die Plainfelder ihr Volksradlfahren aber dann eingestellt. Aber wer weiß? Vielleicht gibt es schon bald eine Retro-Welle?

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ORF-Redakteurin Viola Wörter hat sich auf den Drahtesel gesetzt und die Schätze Plainfeld erkundet.

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