Tappenkarsee bei Kleinarl

Der Tappenkarsee bei Kleinarl (Pongau) ist ein beliebtes Wanderziel, weil er auch für Familien gut erreichbar ist. Und das Almgebiet rund um den See ist einer der 119 Schätze im Land Salzburg.

Der Tappenkarsee ist über Kleinarl zu erreichen. Man fährt durch den Ort bis zum Parkplatz Jägersee. Von hier geht es entweder über eine mautpflichtige Forststraße (4,80 Euro pro Auto) oder eineinhalb Stunden zu Fuß zur Schwabalm am Talschluss von Kleinarl. Von dort geht es zwei Stunden rund 600 Höhenmeter zum Teil etwas steil bergan bis zum Tappenkarsee auf 1.762 Meter Seehöhe.

Schönes Almgebiet

Oben beim See laden zwei Hütten zum Verweilen ein. Die Wanderung am See entlang zur zweiten bewirtschafteten Hütte dauert 30 Minuten. Der Tappenkarsee ist auch Ausgpangspunkt für viele weitere Wanderziele. Der Tappenkarsee ist ein beliebtes Wandergebiet. Die Wanderung vom Jägersee hinauf ist auch für Familien geeignet.

Sendungshinweis

„Salzburg heute“, 30.6.2016

Der Tappenkarsee selbst hat eine ausgezeichnete Wasserqualität. Im bis zu 40 Meter tiefen See leben Saiblinge, deren Qualität hervorragend ist. Bereits die Salzburger Erzbischöfe ließen sich Fische vom Tappenkarsee und vom Jägersee bringen, um ihre Gäste damit zu bewirten.

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Der Tappenkarsee bei Kleinarl

Der Tappenkarsee bei Kleinarl ist ein beliebtes Wanderziel - mit gutem Grund. Reinhard Grabher stellt ihn vor.

Herkunft des Namens umstritten

Der Name Tappenkar ist bereits im 15. Jahrhundert erwähnt. Woher er stammt, ist aber umstritten. Manche leiten ihn von „Etappe“ ab, also Rast- oder Ruheort. Er könnte aber auch althochdeutsche Wurzeln haben, konkret den Ausdruck „tapin“, d.h. verschlossenes, verstecktes Kar. Andere deuten den Namen nach dem keltischen „Dapfen“, der Kuhweide.

Der Almabtrieb am Tappenkar ist uralt. Aktuell verbringen rund 240 Stück Vieh den Sommer auf den Weiden rund um den Tappenkarsee. Eine Besonderheit ist, dass die Alm 22 Pongauer Gemeinden gemeinsam gehört.

Stoff für Legenden

Rund um den Tappenkarsee ranken sich einige Legenden. Die bekannteste ist jene vom „Lindwurm“, der hier einst die Kühe der Bauern gerissen und gefressen haben soll. Da sie dem Lindwurm mit ihren Äxten und anderen Waffen nicht Herr werden konnten, ersannen die Bauern eine List. Sie füllten eine Kuhhaut mit Sprengstoff und warfen sie in den See. Als der Lindwurm die Kuhattrappe verschlingen wollte, wurde er gesprengt.

Es gibt auch eine kindergerechte Form der Legende, die von einem scheuen Lindwurmbaby handelt, das nur selten und ganz kurz an die Wasseroberfläche steigt.

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