F wie Fersensporn

Bei einem Fersensporn handelt es sich um einen Knochenanbau im Bereich der Ferse, der heftige Schmerzen bereiten kann.

Sendungshinweis

„Salzburg heute“, 25.3.2016

Es sind sehr schmerzhafte Veränderungen im Bereich der Ferse, die einen Fersensporn charakterisieren. Es ist genau genommen ein Knochenanbau bzw. eine Kalkablagerung, entweder im oberen Bereich der Ferse, wo die Achillessehne ansetzt. Oder aber an der Unterseite des Fersenbeins, mit der Folge, dass sich jene Sehnen entzünden können, die von der Ferse über das Fußgewölbe bis zu den Zehen ziehen. Das Gehen ist in solchen Fällen nur unter Schmerzen möglich.

Was Patienten spüren

„Die Betroffenen klagen zum Teil über stechende Schmerzen beim Gehen, vor allem morgens, wenn sie aufstehen. Wir sprechen in solchen Fällen vom sogenannten Anlaufschmerz“, so Hildebert Hutt, Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie sowie ärztlicher Leiter der Reha im Medizinischen Zentrum Bad Vigaun. Außerdem kann der untere Teil der Ferse druckempfindlich sein, ebenso wie der Ansatz der Achillessehne. Manchmal ist im Bereich des Knöchels eine Schwellung bemerkbar.

Röntgenbild von Fersensporn
Bad Vigaun
Fersensporn im Röntgenbild

Kalkbildung gegen winzige Verletzungen

Ein Fersensporn entsteht, wenn die Sehnenstränge am Ansatz des Fersenbeins durch Überbeanspruchung, Fehlbelastungen oder durch falsches Schuhwerk unter Druck geraten und Mikroverletzungen erleiden, so Hutt. Der Organismus versucht diese winzigen Verletzungen durch Verknöcherungen bzw. Kalkablagerungen zu reparieren. Und diese dornartigen Ablagerungen können dann Sehnenstränge und anderes Gewebe am Fuß reizen und entzünden – was zu den genannten Schmerzen führt.

Ein Fersensporn kann bereits durch die Schilderungen des Patienten sowie durch Abtasten der schmerzenden Stelle gut diagnostiziert werden. Ein Röntgenbild liefert einen noch deutlicheren Hinweis auf das Vorliegen eines Sporns.

Primar Dr. Hildebert Hutt, Leiter der Rehabilitation am Medizinischen Zentrum Bad Vigaun
Wolfgang Bauer
Hildebert Hutt, Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie sowie ärztlicher Leiter der Reha im Medizinischen Zentrum Bad Vigaun

Was hilft

Therapeutisch empfiehlt Experte Hutt, es zunächst einmal mit einer guten Fußbettung durch weiche orthopädische Einlagen zu versuchen. Auch physiotherapeutische Maßnahmen – wie bestimmte Dehnungsübungen – schaffen Erleichterung, man muss sie allerdings regelmäßig machen (täglich morgens und abends 5 Minuten lang).

Massagen, Infiltrationen sowie Anwendungen der Stoßwellentherapie können die Beschwerden ebenfalls bessern. „Nur in seltenen Fällen muss man operativ eingreifen“, sagt Hildebert Hutt.

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F wie Fersensporn

Bei einem Fersensporn handelt es sich um einen Knochenanbau im Bereich der Ferse, der heftige Schmerzen bereiten kann.

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