Unkener Heutal: Mosaik der Natur

Als schönsten Platz in der Gemeinde hat Unken (Pinzgau) das Heutal nominiert - ein Hochtal mit vielen Almen, das auf ca. 1.000 Metern Seehöhe liegt und bei Skifahrern, Tourengehern und Langläufern sehr beliebt ist.

Sendungshinweis

„Salzburg heute“, 22.1.2016

Manchmal liegt der Schatz einer Gemeinde nicht unmittelbar im Ortszentrum, sondern abgelegen – in Unken ganz genau acht Kilometer vom Gemeindeamt entfernt. Das Tor ins Tal ist die Heubrücke - ein ehemaliger Steinbruch, der ein markantes Tor ins Hochtal bildet. Im Anschluss breitet sich für den Heutalbesucher ein ebenes Tal aus, das von Bergen umringt ist. Nur eine ausgebaute Straße führt hinauf. Der markanteste Gipfel ist das 1.961 Meter hohe Sonntagshorn.

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Gerald Lehner
Blick bei Skitour vom Sonntagshorn zum Hirscheck und auf den Grenzkamm der Chiemgauer Alpen und zum Wilden Kaiser (links hinten)
Heutal
TVB Unken
Heutal

Viele Futterhöfe – daher der Name „Heutal“?

Woher sich der Name „Heutal“ ableitet ist nicht eindeutig belegt. Die Unkener vermuten allerdings, dass der Talname etwas mit der Heugewinnenung im Hochtal zu tun hat. Seit Jahrhunderten wird die Gegend bewirtschaftet. Im Almengebiet befinden sich etliche Bergmahdwiesen. Von Juni bis August wird auch heute noch im Hochtal Heu gewonnen und hinunter nach Unken gefahren.

Doline im Heutal
ORF/Mariella Treml
Doline im Unkener Heutal

Auf dem Talboden des Heutals befindet sich das Mäander Hochmoor. Seit 1980 steht es unter Naturschutz. Das Hochmoor ist Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Das Wasser des Moorgebietes wird über eine tiefe Doline abgeleitet und kommt erst 150 Höhenmeter weiter unten wieder an die Oberfläche. Bei anhaltendem Niederschlag steht ein Großteil des Heutaler Hochmoores unter Wasser. Ein See bildet sich dann im Hochtal.

Heutal
Tourismusverband Unken
Links: Sonntagshorn vom Talboden aus

Reinfried Herbst als Zugpferd

Am Ende des Talschlusses liegt das Skigebiet Heutal. Ein kleines Familienskigebiet mit drei Schleppliften. Unkens berühmtester Skifahrer ist Reinfried Herbst. Er hat auf den Skipisten im Heutal seine ersten Schwünge gezogen. Nach seinem Slalom Gesamtweltcupsieg von 2010 bekam der Unkener eine eigene Piste geschenkt - die „FIS Rennstrecke Reini Herbst“.

Das Heutal ist auch ein beliebtes Gebiet für Tourengeher, Schneeschuhwanderer und Langläufer. Auf dem Hochplateau sind über 50 Kilometer Langlaufloipen gespurt.

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Das Unkener Heutal

Mariella Treml stellt den Schatz der Gemeinde Unken vor: das Heutal - ein Mosaik der Natur.

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