Neue Lungauer Öko-Milch um zwei Euro

Die Salzburg Milch verkauft nun spezielle Milch aus dem Lungau. Sie kostet stolze zwei Euro pro Liter. Die „Reine Lungau“ soll besonders wertvoll, tier- und naturfreundlich sein. Sie wird die teuerste Milch in allen Regalen.

Wer sich dafür entscheidet, dem wird das garantiert: Der Milchbauer bekommt pro Liter 72 Cent. Sonst sind 42 oder 54 üblich. Die Kühe werden ausschließlich mit Gras bzw. Heu und ohne Kraftfutterzusatz gefüttert.

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Lungauer Kuh mit Cumuluswolken

„Konsumenten entscheiden über Naturschutz“

Lieferanten sind ausschließlich Kleinbauern, deren Höfe oberhalb von tausend Metern Seehöhe liegen, sagt Molkereimanager Christian Leeb von der Salzburg Milch: „Ja, ich hoffe, dass die Konsumenten an die Macht kommen. Das ist ein Produkt, wo sie mit entscheiden, wie es dem Tier und der Umwelt geht, wie gewirtschaftet werden soll. Ich hoffe, dass das angenommen wird.“

Kein Soja-Massenfutter aus Übersee

52 Bergbauern machen mit. Jeder betreut im Durchschnitt nur zwölf Kühe. Das Futter stammt ausschließlich aus dem Lungau. Tausende Kilometer Transportwege für Kraftfutter, dessen Anbau noch dazu dem Regenwald in Lateinamerika schaden kann, fallen weg.

Mit diesen Projekt konnte man auch den WWF als Partner gewinnen, bestätigt dessen Sprecherin Helene Glatter-Götz: „Es ist einzigartig, dass hier nur regionale Futtermittel verwendet werden. Viele andere Milcherzeuger füttern Soja aus Übersee zu.“

Tiere gesünder und langlebiger

Durch den Verzicht auf Sojamehl und anderes Kraftfutter verringert sich die Milchleistung der Kühe. Statt 45 bis 50 Liter sind es 20 pro Tag. Dadurch seien die Kühe gesünder und langlebiger, sagen nicht nur Tierärzte, sondern auch Bauern, die jeden Tag mit ihnen arbeiten und leben.

Zwei Euro für rein regionale Produktion

ORF-Redakteurin Sarah Gruber hat sich im Lungau das neue Milchprojekt angesehen.