Untersberglauf: Kampf gegen die Elemente

Zu einem Kampf gegen die Elemente hat sich am Samstag der Berglauf auf den Untersberg entwickelt. Bei der ersten Auflage des Bewerbes traten die Unentwegten auch gegen unwirtliches Wetter an.

4,3 Kilometer plus 1.300 Höhenmeter plus 2.500 Stufen plus strömender Regen plus Temperaturen um den Gefrierpunkt: Der Bewerb entwickelte sich zu einer „Riesenschinderei“. Trotzdem hat es vielen Teilnehmern offenbar Spaß gemacht.

Untersberglauf

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Ein Kampf gegen die Elemente: Teilnehmer des Untersberglaufes

„Eigentlich bin ich überhaupt kein Läufer. Doch dadurch, dass unsere Bergrettung den Bewerb veranstaltet hat, hab´ ich mir gedacht: Jetzt trainiere ich einmal dafür. Und es ist super gegangen. Auch das Wetter hat für den Zweck gepasst. Denn bei 30 Grad wäre es sicher nicht so gut gegangen“, schildert Raphael Slavicek, Bergretter aus Grödig (Flachgau).

„Man fragt sich: Alter, warum tust Du dir das an“

„Mitten im Rennen denkt man sich schon einmal: Alter, warum tust Du Dir das an. Aber heroben im Ziel weiß man dann, warum. Die Stimmung war gut. Und auch das Bier schmeckt einfach viel besser, wenn man zuvor etwas Sportliches geleistet hat“, sagt Christian Lajosch, Bergläufer aus Hof (Flachgau).

Start zum Untersberglauf

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136 Teilnehmer nahmen die Strapazen auf sich

Und Olaf Tanner, Bergläufer aus Ainring im benachbarten Bayern ergänzt. „Gegen Ende war´s ziemlich rutschig. Aber es war ein fairer Wettkampf bei Läuferwetter.“

Rutschige Holzstufen als besondere Herausforderung

136 Starter, unter ihnen 18 Damen, haben von Glanegg aus diesen ersten Untersberglauf in Angriff genommen. Über den Reitsteig ging es hinauf bis zur Hochalm. Unfall gab´s keinen - dabei war die mit Bergrettern und Ärzten abgesicherte Strecke war am Samstag doppelt schwierig, schildert Organisator Ernst Schörghofer von der Bergrettung Grödig. „Vor allem die Holzstufen waren extrem rutschig, was das Ganze natürlich noch einmal um einiges schwieriger gemacht hat.“

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Sportliche Höchstleistung bei Regen und Nebel

Ein guter Wanderer benötigt für den Reitsteig zweieinhalb bis drei Stunden. Sibylle Schild als schnellste Frau schaffte das am Samstag in gut einer Stunde, Extremsportler Toni Palzer aus Berchtesgaden (Bayern) gar in nur 46 Minuten.

„Das kann ein Klassiker werden“

„Das kann mit Sicherheit ein Klassiker werden, weil die Strecke so anspruchsvoll ist. Mir fällt spontan kein andere Wettkampf ein, der so anspruchsvoll ist wie der Untersberglauf - vor allem, weil hier die Strecke so steil ist. Und die mehr als 2.000 Stufen sind auch etwas ganz besonderes, weil man das nirgendwo sonst hat“, lobt Palzer den Bewerb. Die meisten, die am Samstag am Start waren, wollen nächstes Jahr wieder dabei sein - dann vielleicht bei zweistelligen Temperaturen.

Untersberglauf: Kampf gegen die Elemente

Zu einem Kampf gegen die Elemente hat sich am Samstag der Berglauf auf den Untersberg entwickelt. Bei der ersten Auflage des Bewerbes nahmen bei widrigem Wetter 136 Starter teil.

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