Prozesse: Serieneinbruch, Spendenbetrug

Ein mutmaßlicher Serieneinbrecher und ein mutmaßlicher Spendenbetrüger mussten sich Donnerstagvormittag vor dem Salzburger Landesgericht verantworten. Ein Verfahren wurde vertagt, das andere läuft noch.

Der mutmaßliche Serieneinbrecher trieb in Salzburg im Jahr 2013 sein Unwesen. Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann damals innerhalb von nur fünf Tagen, gemeinsam mit sechs weiteren Männern, insgesamt 36 Wohnungseinbrüche verübt haben. Dabei soll der 30-jährige Albaner in der Stadt Salzburg, in Puch bei Hallein (Tennengau) und Eugendorf (Flachgau) zugeschlagen haben. Die Ermittler konnten den Angeklagten damals nicht fassen.

An mehreren Tatorten hinterließ einer der Täter - der mutmaßliche Drahtzieher der Einbruchsserie - DNA-Spuren. Er wurde bereits zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt und belastete bei seiner Einvernahme auch den jetzt angeklagten 30-Jährigen. Er stand am Donnerstag in Salzburg vor Gericht.

Mutmaßlicher Einbrecher lediglich auf „Durchreise“?

Der Familienvater war bei dem Prozess nicht geständig - er sei damals lediglich mit einem Freund auf der Durchreise durch Salzburg gewesen, gab er an. Die fünf weiteren Albaner habe er dabei im Hotel kennengelernt. Dass sein Mobiltelefon im Tatzeitraum in der Nähe mehrerer Tatorte nachweislich eingeloggt war, liege daran, dass er den mutmaßlichen Haupttäter lediglich als Freundschaftsdienst mit dem Auto abgeholt habe.

Der Prozess wurde am Donnerstag auf Anfang Juni vertagt. Bei einer Verurteilung drohen dem 30-Jährigen bis zu zehn Jahre Haft.

Wiener sammelte angeblich für Kinder

Der angeklagte mutmaßliche Spendenbetrüger aus Wien appellierte bei seinen Opfern an das Mitgefühl Kindern gegenüber. Er soll angegeben haben, Mitarbeiter des Vereins „Für unsere Kinder“ mit Sitz in Salzburg zu sein.

Um die Glaubhaftigkeit seiner Zugehörigkeit bei der karitativen Einrichtung zu bestärken, fälschte der 34-Jährige einen Ausweis. Der Angeklagte soll durch diesen Betrugstrick laut Staatsanwaltschaft rund 180 Euro von Passanten kassiert haben. Ihm drohen am Donnerstag bei einem Schuldspruch bis zu drei Jahre Gefängnis. Ein Entscheidung steht noch aus.

Serieneinbrecher vor Gericht

Ein mutmaßlicher Serieneinbrecher und ein mutmaßlicher Spendenbetrüger mussten sich Donnerstagvormittag vor dem Salzburger Landesgericht verantworten.