Besucheransturm auf Adventmärkte

Zahlreiche Christkindlmärkte haben an diesem Wochenende schon tausende Besucher angelockt. Rund 900.000 Tagesgäste werden es auch diesen Advent wieder werden. Die Wertschöpfung liegt allein für die Stadt Salzburg bei 62 Millionen Euro.

Der Duft von gebrannten Mandeln und Maroni, dazu Verkaufsstände mit glitzerndem Weihnachtsschmuck und Kunsthandwerk - diese Kombination lockt Besucher auf die Adventmärkte. Alleine den Salzburger Christkindlmarkt rund um den Dom frequentieren insgesamt jedes Jahr mehr als eine Million Gäste, die Hälfte kommt aus Stadt und Land Salzburg, rund 40 Prozent aus Bayern, Oberösterreich und Tirol, sagt Wolfgang Haider vom Verein Christkindlmarkt: „Wir haben in der Salzburger Umgebung sehr viel Tourismus, aber noch keinen Schnee. Die Menschen verkürzen sich die Wartezeit mit einem Besuch auf dem Christkindlmarkt.“

Besucher Adventmarkt

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Warten auf den Schnee - heißt es für viele Gäste. Derweil besuchen viele den Christkindlmarkt

Die Umsatzzahlen werden nicht verraten

Wie viel durch Glühwein, Lebkuchen, Weihnachtsschmuck oder Kerzen umgesetzt wird, wird nicht verraten - lohnen dürfte es sich allemal, die Standplätze sind heiß begehrt. 350 Interessenten gibt es, aber nur 96 Stände. Ausschlaggebend für die Aufnahme ist das Warensortiment, sagt Haider: „Wir schauen sehr genau auf die Tradition - und wenn jemand seine Gebühren an die Stadt und den Verein entrichtet, dann wird er hier auf dem Platz bleiben bis er selbst entscheidet, dass er aufhört.“

Adventmarkt

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Tradition wird großgeschrieben. Wer einmal einen Standplatz hat, gibt ihn so schnell nicht wieder her

“Wichtiger Impuls für die Innenstadt“

Nicht nur Standbetreiber freuen sich über das Adventgeschäft: Der Christkindlmarkt bringt in der Vorweihnachtszeit auch Kunden für die Geschäfte in der Innenstadt. Für Robert Kaltenbrunner, Geschäftsführer von Hämmerle ist der Adventmarkt ein wichtiger Impuls: „Es sind jede Menge Leute in der Stadt unterwegs. Die gehen auf den Christkindlmarkt und vielleicht vorher oder nachher einkaufen.“ So sieht das auch Juwelier Hartwig Thurner: „Die ganze Stadt profitiert davon und jeder freut sich, wenn der Christkindlmarkt wieder beginnt. Das vergangene Monat war fast nichts los und jetzt kommen die Gäste wieder von überall her.“

Hellbrunner Adventzauber

Beim Hellbrunner Adventzauber hat sich die stillste Zeit des Jahres ebenfalls zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt, bestätigt Veranstalter Josef Gassner: „Wir hatten schon Leute da, die an einem Stand bis zu 200 Euro ausgegeben haben. Ich schätze die Besucher geben am Tag so zwischen 30 und 50 Euro aus."

Adventmarkt

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Schon vor dem ersten Advent strömten die Besucher auf die Salzburger Adventmärkte

Der Hellbrunner Adventzauber besticht mit echten Rentieren, Ponys und Ziegen und begeistert damit vor allem die kleinen Besucher. Der Wirtschaftsmotor Christkindlmärkte bzw. das Advent-Business hat einen guten Start hingelegt.

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