Vier von zehn Jungen arbeiten atypisch

Vier von zehn unter 25-Jährigen arbeiten bereits in atypischen Beschäftigungsverhältnissen - also in geringfügigen und Teilzeitjobs genauso wie als Leiharbeiter oder per Werkvertrag. Die Realeinkommen seien dadurch gesunken, sagt die Arbeiterkammer (AK).

Es sind vor allem die atypischen Beschäftigungsverhältnisse, die den jungen Menschen Probleme bereiten. Das zeigt das erstmals erhobene Jugendmonitoring der Salzburger AK: Jede fünfte Leasingkraft in Salzburg ist unter 25. Bei den 20- bis 24-Jährigen, die bereits vor dem 20. Lebensjahr zu arbeiten begonnen haben, sind rund die Hälfte der Männer und zwei Drittel der Frauen keine regulären Angestellten oder Arbeiter.

Zwei von fünf jungen Salzburgern arbeiten zudem in Handel und Tourismus - viele von ihnen mit dem Wunsch, die Branche zu wechseln, so AK-Experte Florian Preisig. Vor allem die Arbeitszeit und die Einkommensbedingungen seien ein Grund dafür.

Reallohnverlust bis zu 15 Prozent in zehn Jahren

Insgesamt sind die Einkommen junger Menschen in Salzburg in den vergangenen zehn Jahren gesunken, kritisiert die AK. Junge Frauen unter 19 mussten in den vergangenen zehn Jahren einen Reallohnverlust von 15 Prozent verkraften. Wegen der Notwendigkeit, neben der Ausbildung zu arbeiten, nahm die geringfügige Beschäftigung bei jungen Salzburgern unter 20 dramatisch zu.

Heute arbeiten fast doppelt so viele als geringfügig Beschäftigte wie vor zehn Jahren. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 4,8 Prozent. Die 20- bis 29-Jährigen stellen aber laut Jugendmonitoring die größte Gruppe aller Bezieher von Mindestsicherung.

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