Rotwild- und Gamsfütterung im Habachtal

Im Habachtal im Oberpinzgau können Einheimische und Gäste dem Gams- und Rotwild bei der Winterfütterung zusehen. Um dieses Thema dreht sich diese Woche unsere Reihe „Da bin i dahoam“. Die Tiere kämpfen im winterlichen Hochgebirge oft ums Überleben.

Die Fahrt zur Wildfütterung hoch über dem Habachtal führt durch verschneiten Winterwald. Rund 25 Gäste und Interessierte dürfen pro Turnus dabei sein. Das letzte Stück wird zu Fuß zurückgelegt, um das Wild in der freien Natur nicht zu beunruhigen.

Wildfütterung Habachtal
ORF
Rotwild im Habachtal

Nach kurzer Wartezeit kommen die ersten Tiere zur Fütterung, zuerst die Hirschkühe, dann auch Hirsche, sagt Wild- und Hegemeister Bruno Gruber: „Ich bin pro Woche drei Mal da, und es ist jedes Mal ein bisschen anders. Wenn es kalt ist, dann sind bis zu 100 Tiere da.“

Lange Planung für Beobachtungshütte

Seit Jahrzehnten wird hier im Jagdrevier Habachtal im Oberpinzgau das Rotwild im Winter gefüttert.

Sendungshinweis: Da bin i dahoam, Sonntag, 12. Februar 2017, 7.00 Uhr

Der Fütterungsplatz auf 1.600 Metern Seehöhe ist den Tieren aus der freien Wildbahn schon lange bekannt und sehr begehrt. Seit 2009 ist dieses Revier im Besitz des Nationalparks Hohe Tauern und wird auch Besuchern nähergebracht, sagt Direktor Wolfgang Urban: „Unsere Berufsjäger haben lange überlegt, wo wir die Schauhütte für Besucher am besten aufstellen, ohne das Wild zu stören.“

Außergewöhnlich: Auch Gemsen kommen

Außergewöhnlich ist, dass hier auch Gemsen zur Fütterung kommen. Denn normaler Weise geht eine Gams nie zur Fütterung, sagt Hegemeister Gruber: „Jetzt haben einige entdeckt, dass es eigentlich eine einfache Sache ist, sich zum fertigen Heuhaufen hinzustellen und ein bisschen zu fressen. Einfacher, als im Schnee selbst mühsam mit den Vorderläufen ein wenig trockenes Gras auszugraben.“

Nach der ausgiebigen Äsung verbringt das Wild die folgende Nacht im angrenzenden Wald.

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Urlauber schwer beeindruckt

ORF-Redakteurin Caroline Koller hat sich die Wildfütterung im Oberpinzgau angesehen.

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