Ätzende Gase: Vier Arbeiter verletzt

Durch Austritt einer ätzenden Flüssigkeit in einer Spedition in Salzburg-Schallmoos sind in der Nacht auf Mittwoch vier Mitarbeiter verletzt worden. Die Feuerwehr war mehrere Stunden im Einsatz, um das organische Peroxid zu binden.

Rund tausend Liter sind aus einem beschädigten Behälter ausgeflossen. Kurz nach 23.00 Uhr wurden die Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Rotem Kreuz zur Spedition in die Robinigstraße nach Salzburg-Schallmoos gerufen. Dort hatte kurz zuvor ein Staplerfahrer einen Kunststofftank mit dem organischen Peroxid beschädigt. Dieses wird in der Nahrungsmittelindustrie für die Reinigung von Milchtanks verwendet. Vier Arbeiter atmeten verdunstete Gase ein und wurden vom Roten Kreuz erstversorgt und ins Krankenhaus gebracht.

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Feuerwehrleute in Schutzanzügen

Die Substanz sei stark reizend, ätzend und brennbar, sagte Branddirektor Reinhold Ortler von der Salzburger Berufsfeuerwehr: „Wir haben auch einen entsprechenden Brandschutz aufgebaut und unter Schutzstufe drei mit Schutzanzügen die Erkundung durchgeführt. Das Peroxid wurde gebunden und entsorgt."

Säureaustritt in Salzburg

Dienstagnacht hat ein Staplerfahrer ein Fass mit Peroxid beschädigt. Die Berufsfeuerwehr musste mit Schutzanzügen ausrücken.

Behälter mussten gekühlt werden

Mehr als 40 Feuerwehrleute waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. Sie verhinderten auch, dass die Chemikalie ins Grundwasser gelangte. Am Mittwoch waren die Einsatzkräfte noch damit beschäftigt, die Halle der Spedition und verschiedene Geräte zu dekontaminieren. Eine Gefahr für die Umwelt bestand nach Angaben des Amtes für öffentliche Ordnung des Magistrats Salzburg nicht, weil die Feuerwehr die ausgetretene Substanz rechtzeitig gebunden habe.

Das Betriebsgelände wurde von der Salzburger Berufsfeuerwehr wegen der akuten Gesundheitsgefährdung bis auf weiteres gesperrt.

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