Schlenken: Lawine bei Silvestertour

Am Sonntag ist auf dem Tennengauer Hausberg dem Schlenken eine Lawine abgegangen. Obwohl hunderte Freizeitsportler unterwegs waren, ist niemand verschüttet worden. Die Tour zum Jahresausklang hat für viele Salzburger Tradition.

Die Bergrettung Hallein lud Sonntag, wie schon seit Jahrzehnten üblich, zum traditionellen Silvester-Aufstieg auf den 1.648 Meter hohen Schlenken ein. Für viele Salzburger gehört diese Tour auf den Tennengauer Hausberg längst fix zum Jahresausklang. Wegen der angespannten Lawinensituation, der milden Temperaturen und der feuchten Schneedecke empfahl die Bergrettung, die Abfahrt über die Schlenkenrinne bei Zillreith keinesfalls zu wählen und beim Aufstieg mit Tourenski auch nicht den oberen Rand der Rinne zu queren.

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Grundlawine löst sich in Schlenkenrinne

Gegen Mittag löste sich in der Schlenkenrinne dann eine massive Grundlawine. Ganz oben hatte sie als Schneebrett begonnen. Der breite Kegel reicht nun mehrere hundert Meter hinunter. 40 Einsatzkräfte der Bergrettung Hallein und Alpinpolizisten suchten mit Sonden das Gebiet nach Verschütteten ab. Zudem wurden vier Suchhundeführer von Bergrettung und Rotem Kreuz mit ihren Tieren vom Team des Polizeihubschreubers auf den Gipfel geflogen. Auch diese Spezialisten suchten beim Abstieg durch die Rinne das Gebiet weiter ab. Nach der großen Aktion konnte Entwarnung gegeben werden. Es wurde niemand verschüttet, und es gab auch keine Meldungen über Vermisste. Aus Sicherheitsgründen sperrten die Einsatzkräfte den Gefahrenbereich ab.

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