Bundesheer rüstet sich für Lawineneinsätze

Wenn zivile Kräfte der Bergrettung nicht mehr ausreichen, um große Lawineneinsätze zu bewältigen, wird das Bundesheer zur Hilfe gerufen. Das Militärkommando hält dazu 120 speziell ausgebildete Soldaten jederzeit einsatzbereit.

Die Grundwehrdiener und Kadersoldaten der vier Salzburger Lawineneinsatzzüge trainieren seit Herbst für ihre anspruchsvolle Aufgabe. Vor allem Erste Hilfe, Ski- und Alpinausbildung und Rettungstechniken stehen auf dem Ausbildungsprogramm. Heeresbergführer unterrichten die Soldaten auch im Umgang mit Lawinensonden sowie der Bergung und dem Transport von Lawinenopfern auch bei widrigstem Wetter.

Suchmannschaften des Bundesheeres
APA / ZOOM-Tirol
Suchmannschaft des Bundesheeres im Lawineneinsatz

Bundesheer übernimmt personalintensive Einsätze

Die Lawinenspezialisten des Bundesheeres kommen bei großen Ereignissen zum Einsatz, sagt Herbert Kain vom Militärkommando Salzburg: „Die Lawineneinsatzzüge rücken dann aus, wenn die Bergrettung mit ihrem Personal nicht mehr auskommt. Immer dann, wenn eine Person nicht sofort gefunden wird, wenn absehbar ist, dass der Einsatz länger dauert, unterstützen wir die Bergretter oder lösen sie ab.“

Die vier Lawineneinsatzzüge sind in den Kasernen in St. Johann (Pongau), Tamsweg (Lungau), Saalfelden (Pinzgau) und Hochfilzen (Tirol) stationiert und werden auch gerufen, wenn bei Schneekatastrophen Dächer abgeschaufelt werden.

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