Raiffeisen mischt in Skiregion Dachstein-West mit

Nach dem Liftzusammenschluss von Wagrain und Flachau (Pongau) mischt der Raiffeisenverband Salzburg jetzt auch in Annaberg-Rußbach-Gosau mit. Raiffeisen ist die Hausbank des Salzburger Teils des Oberösterreich-Salzburg-Skigebietes.

Geht es nach dem Raiffeisenverband Salzburg dann sollen die Oberösterreicher und Salzburger im Skigebiet Dachstein-West enger kooperieren. Der Blick ins aktuelle Firmenbuch zeigt: die Liftgesellschaft in Rußbach (Tennengau) hat rund 40 Millionen Euro Verbindlichkeiten. Zudem müssen zumindest elf Millionen Euro aufgebracht werden, um die Beschneiung der Pisten auf den heutigen Stand der Technik zu bringen.

Flachauer Liftexperte soll Lage in Rußbach prüfen

Raiffeisen-Chef Günther Reibersdorfer wird deshalb seinen erfahrenen Lift-Manager Ernst Brandstätter von den Flachauer Bergbahnen nach Rußbach entsenden. Der Seilbahner soll dort prüfen, wie die Lage wirklich ist und welche Investitionen in nächster Zeit getätigt werden müssen. Geht es nach Raiffeisen, dann soll es auch zu einem wesentlich engeren Zusammenschluss zwischen Rußbach (Tennengau) und Gosau (Gmunden) kommen.

Übersichtskarte des Skigebiets Dachstein West Rußbach - Annaberg - Gosau
ORF
Im Skigebiet Dachstein-West agieren derzeit noch zwei gerennte Liftgesellschaften

Deal könnte an Liftgesellschaften scheitern

Derzeit agieren im Skigebiet Dachstein-West zwei getrennte Liftgesellschaften. Das Rußbacher Unternehmen ist eine private Gesellschaft, die Gosauer Liftgesellschaft gehört dem Land Oberösterreich. Reibungslos lief die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen in den vergangenen Jahren aber nicht ab, das bestätigte inoffiziell jeder Beteiligte. Ohne eine engere Kooperation am besten unter einem gemeinsamen rechtlichen Dach werde eine wirtschaftlich gesunde Zukunft der Ski-Region Dachstein-West aber schwierig, kündigte Raiffeisen-Chef Reibersdorfer an.

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Dachstein-West kämpft gegen Krise

Das Gebiet zwischen Rußbach und Annaberg in Salzburg und Gosau in Oberösterreich müsse sich neu aufstellen, darauf drängt der größte Gläubiger, die Raiffeisen-Bank.

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