Bürgermeisterwahl: Filzmaier sieht Zweikampf

Zwei Wochen sind es noch bis zur Bürgermeisterwahl in der Stadt Salzburg. Trotz fünf Kandidaten und einer Kandidatin sieht Politikwissenschafter Peter Filzmaier einen Zweikampf zwischen Harald Preuner (ÖVP) und Bernhard Auinger (SPÖ).

Neben den Kandidaten der beiden Großparteien treten ja noch Langzeit-Stadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste), NEOS-Stadträtin Barbara Unterkofler, Andreas Reindl für die FPÖ sowie der unabhängige Gemeinderat Christoph Ferch an. Doch die Umfragen sehen derzeit ÖVP-Kandidat Preuner knapp vor SPÖ-Mann Auinger. Alle anderen folgen mit deutlichem Abstand.

Harald Preuner (ÖVP, links) und Bernhard Auinger (SPÖ)
APA/Barbara Gindl
Für den Politikwissenschafter Peter Filzmaier sind ÖVP-Kandidat Harald Preuner (links) und SPÖ-Mann Bernhard Auinger das Duell um den Bürgermeistersessel aus

Der Politikwissenschafter rechnet deshalb mit einem schwarz-roten Duell um den Bürgermeistersessel. Die für die ÖVP auch in Salzburg sehr erfolgreiche Nationalratswahl habe auf die Bürgermeisterwahl aber kaum Auswirkungen, sagt Filzmaier: „Die Auswirkungen der Nationalratswahl sehe ich als relativ gering. Da ist schon der Lokalstolz in Salzburg dagegen - dass man sich, egal bei welcher Partei, für oder gegen einen Bürgermeisterkandidaten ausspricht. Allenfalls gibt es einen Motivations- oder Demotivationsschub durch das Wahlergebnis. Da ist natürlich die Motivation bei der SPÖ geringer als bei der ÖVP. Aber wir haben ein offenes Rennen - mit Chancen sowohl für den SPÖ- als auch für den ÖVP-Kandidaten.“

Filzmaier
ORF
Filzmaier: „Amtsinhaber-Wahlkampf ist relativ“

Kein großer „Amtsbonus“ für Preuner

Einen ausgesprochenen „Amtsbonus“ dadurch, dass Harald Preuner seit dem Rücktritt von Heinz Schaden Ende Juli interimistisch die Geschäfte der Stadt führt, sieht Filzmaier dagegen nicht: „Der Amtsinhaber-Wahlkampf ist relativ. Ja, es zählt schlicht und einfach Bekanntheit. Und nachdem der Bürgermeister zurücktreten musste, hat der Vizebürgermeister die größte Bekanntheit. Er ist aber auch der, der deshalb am leichtesten angreifbar ist. Denn bei der bekannten Größe weiß man auch, wo die Schwachpunkte liegen.“

Bei den beiden letzten Bürgermeisterwahlen war Preuner jeweils Heinz Schaden in der Stichwahl unterlegen: 2009 relativ knapp, 2014 mit deutlichem Abstand. Auch heuer wird angesichts der sechs Kandidaten mit einer Bürgermeister-Stichwahl gerechnet. Der Termin dafür wäre der 10. Dezember.

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