90.000 Euro für Taxidienst statt Obus-Ausbau

In Salzburg-Parsch soll bald ein Taxi-Dienst den fehlenden Obus ersetzen. Das kündigen ÖVP und Bürgerliste an. Konkret geht es um die Gegend der Rennbahnsiedlung am Ignaz-Rieder-Kai. Die Taxi-Lösung kostet rund 90.000 Euro pro Jahr.

Bisher mussten die Bewohner der Rennbahnsiedlung in Salzburg Parsch weite Wege zu Fuß zurücklegen um zu den Öffentlichen Verkehrsmitteln zu gelangen. Nun führten Anrainer-Proteste zu einer Lösung: Für rund 90.000 Euro pro Jahr sollen künftig Taxis zur Verfügung stehen.

Taxi-Ring für rund 1.000 Bewohner geplant

Vor allem für ältere Bewohner sei der Weg zur Bushaltestelle zu weit, finden Stadtpolitiker von ÖVP und Bürgerliste. Deshalb ist ab dem kommenden Jahr ein Taxi-Ring geplant für die rund 1.000 Anrainer. Dieses Taxi soll jede halbe Stunde zwischen dem Ignaz-Rieder-Kai und dem Bahnhof in Aigen pendeln.

Großraum-Taxi
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Bustaxis sollen künftig zwischen Haltestelle und Rennbahnsiedlung verkehren

Durch die Taxis könnten die Anrainer zu einem Knotenpunkt der öffentlichen Verkehrsmittel kommen, sagt Vizebürgermeister Harald Preuner (ÖVP). Bei ihm hätten viele Bewohner geklagt über die schlechte Öffi-Anbindung, sagt Preuner.

Padutsch: „günstiger als Obus-Ausbau“

Zudem sei der Plan vergleichsweise günstig, meint Verkehrsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste): Der Ausbau der Buslinie 23 hätte mehr als 200.000 Euro gekostet, das Taxi koste dagegen nur knapp 90.000 Euro. Diesen Betrag bezahlt die Stadt, womöglich müssen die Nutzer eine Minimalgebühr drauflegen. Das sei aber noch nicht endgültig geklärt.

Kritik an einem „exklusiven“ Taxi-Dienst für wenige Salzach-Anrainer, lässt Padutsch nicht gelten: Die Stadt habe die Pflicht, ordentliche Öffi-Anbindungen zu bieten. Einen ähnlichen Taxidienst hat es vor Jahren schon einmal in Salzburg-Aigen gegeben. Dieser wurde allerdings mangels Nachfrage wieder eingestellt.

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