Mozarteumorchester: Halbe Million Steuerschuld?

Das Mozarteumorchester sieht sich mit einer Steuerrückzahlungsforderung von rund einer halben Million Euro konfrontiert. Bei einer Steuerprüfung wurde bemängelt, dass das Orchester falsch abgerechnet habe.

Konkret geht es bei der Forderung des Finanzamtes um die Nachtarbeit und Feiertagsarbeit der Musiker. Und dabei speziell um einen Freibetrag, der dem Mozarteumorchester offenbar nicht zusteht.

Orchesterdirektor Thomas Wolfram sieht das aber anders. Im konkreten Fall ginge es darum, „dass das Mozarteumorchester über etliche Jahre diese Abrechnung laut Kollektivvertrag durchgeführt hat, dass aber das Finanzamt steuerrechtlich in dieser Hinsicht Bedenken hat und der Meinung ist, man hätte das anders handhaben müssen“.

Bescheid ergeht an Land Salzburg

Und damit sollen dem Staat laut Finanzamt über die vergangenen fünf Jahre insgesamt rund 500.000 Euro entgangen sein. Nun droht die Nachzahlung. Noch gibt es allerdings keinen Bescheid des Finanzamtes. Dieser wird in den nächsten Wochen erwartet und geht nicht an das Orchester selbst, sondern an das Land Salzburg, weil es der Rechtsträger ist.

Für die Rückzahlung wird daher auch die öffentliche Hand aufkommen müssen. Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn von den Grünen sieht keine Versäumnisse beim Orchester, sondern unterschiedliche Rechtsansichten und sagt, dass gegen den Bescheid auf jeden Fall Berufung eingelegt werde.

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