Gescheiterte Bankomat-Diebe gefasst

Die Polizei hat in der Stadt Salzburg ein mutmaßliches Einbrecher-Trio ausgeforscht. Die drei sollen bei acht Taten mindestens 46.000 Euro Schaden angerichtet haben. Unter anderem sollen sie versucht haben, einen Bankomaten zu stehlen.

Auf die Spur kam die Polizei den drei Verdächtigen - einem 27-jährigen Salzburger, einem gleichaltrigen Deutschen und einem 20-jährigen Georgier - über einen vermeintlich gestohlenen Pkw. Mit dem Auto war Anfang April 2017 vergeblich versucht worden, in Salzburg-Langwied bei einem Supermarkt einen Bankomaten aus der Verankerung zu reißen.

Drei Tage später wurde das Fahrzeug gefunden. Der Wagen wies jedoch keine Einbruchsspuren auf. Vielmehr stellten die Ermittler fest, dass der polizeibekannte Vorbesitzer des Pkw eine falsche Spur gelegt hatte und das Auto auch bei einem Einbruch in ein Hotel verwendet wurde. Schließlich wurde an einem der Tatorte auch DNA des 27-jährigen Salzburgers gefunden, was ihn als Mittäter entlarvte.

20-Jähriger bei anderem Einbruch festgenommen

In der Folge gelang es den Beamten, auch zwei mutmaßliche Komplizen des Salzburgers auszuforschen. Der eine, der Deutsche, wurde Mittwochnachmittag festgenommen. Der andere, ein 20-jähriger Georgier, war bereits Mitte Oktober in der Stadt Salzburg auf frischer Tat ertappt, als er mit einem Landsmann (39) über eine Balkontüre in eine Wohnung einbrechen wollte, dabei aber von einem Anrainer beobachtet worden war.

Die zwei Georgier leugneten zunächst, sich zu kennen. Allerdings fanden die Ermittler heraus, dass die beiden gemeinsam in einer Unterkunft eingecheckt hatten. Der 20-Jährige räumte schließlich weitere Einbrüche ein. Zugleich stellte sich heraus, dass gegen seinen 39-jährigen Landsmann ein Europäischer Haftbefehl vorlag. Der Mann war wegen Wohnungseinbrüche in Deutschland zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Abgesehen von dem Vorfall Mitte Oktober dürfte er aber sonst nicht mit den drei Verdächtigen unterwegs gewesen sein.

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