Start des Almsommers für 88.000 Tiere

Der Salzburger Almsommer hat begonnen. 1.800 Hütten im ganzen Land sind bis zum Herbst bewirtschaftet. Rund 88.000 Rinder, Schafe, Pferde und Ziegen verbringen ihren Sommer auf Salzburger Almen.

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Gerald Lehner
Auch Bergläufer und Biker schätzen das Umfeld der Almwirtschaft

Die große Bedeutung der Almwirtschaft in Salzburg zeigt auch die Tatsache, dass mehr als ein Viertel der landwirtschaftlich genützten Fläche des Bundeslandes Almgebiete sind.

Almwandern sehr beliebt

Von den insgesamt 175.000 Hektar sind 70.000 reine Weideflächen, sagt Hans Siller vom Verein der Salzburger Alm- und Bergbauern: „Es hat einen hohen Stellenwert. Wenn die Bauern die Almen nicht pflegen würden, hätten wir lauter Gestrüpp und Wald.“ Die Almwirtschaft sei seit Jahrhunderten eine ideale Symbiose zwischen menschlicher Wirtschaft und den Naturkräften. Für die Viehwirtschaft sind Almen eine wichtige und gesunde Futtergrundlage. Dazu kommen noch andere Vorteile, ohne die auch das Wohnen in den Tälern der Alpen viel schwieriger wäre.

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Gerald Lehner
Gruberalm bei Hintersee (Flachgau) - aufgenommen vom Grat zwischen Regenspitz und Gruberhorn

Gegen Muren und Lawinen

Für die alpine Kulturlandschaft sind die Almtiere wichtig, weil sie das Gras kurz halten. Dazu schwenden die Almbauern ihre Hochflächen, mähen Gras und Gestrüpp, pflegen den Bergwald. Das verhindert schon seit Jahrhunderten, dass Lawinen und Muren perfekte Sturzbahnen bekommen und die Täler unbewohnbar machen.

Insgesamt profitiert auch der Tourismus. Das Almwandern zählt längst zu den beliebtesten und attraktivsten Angeboten für Feriengäste und Einheimische.

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