Salzburg: Energieautonomie bis 2050

Das Land und die Salzburg AG haben am Montag ein Bündnis für den Klimaschutz unterschrieben. Demnach will man an dem Plan, Salzburg bis 2050 energieautonom zu machen festhalten. Ermöglichen sollen das viele Einzelprojekte.

Erneuerbare Energie und Elektromobilität stehen auf der Liste der vielen Projekte die Salzburg AG und das Land Salzburg gemeinsam umsetzten wollen. Konkret sollen beispielsweise Stromtankstellen in jeder der Salzburger Gemeinden installiert, die Zahl der Elektroautos erhöht und der Schadstoffausstoß verringert werden. „Wir bieten gemeinsam allen 119 Gemeinden in diesem Land an, eine Ladestation in einer Drittelfinanzierung zu errichten“, verspricht Leonhard Schitter, Vorstandssprecher der Salzburg AG. Für die Gemeinden würden die Stromtankstellen dann noch etwa 10.000 Euro kosten.

Im heurigen Jahr investiert die Salzburg AG 30 Millionen Euro unter anderem in die Modernisierung von Wasserkraftwerken, Biomasse- oder Photovoltaik-Anlagen. In Gries im Pinzgau wird gerade gemeinsam mit dem Land Salzburg ein Wasserkraftwerk gebaut.

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Klimabündnis zwischen Land und Salzburg AG

Durch viele kleine Projekte wollen das Land Salzburg und der Energieversorger Salzburg AG Salzburg bis 2050 energieautark machen.

Auch das Thema Windkraft soll wieder angegangen werden, sagt Landes-Energiereferent Josef Schwaiger (ÖVP): „Wir haben begrenzte Möglichkeiten Gewässer auszubauen, das sind nur mehr einige wenige geeignete Standorte“. Die Zukunft der Energiewirtschaft sieht Schwaiger daher auch in der Windkraft.

Etappenziel war bereits in greifbarer Nähe

Kürzlich schien man den im Masterplan 2020 festgelegen Klimazielen schon ein gutes Stück näher. Ein im benachbarten Bayern angesiedeltes Erdwärme Projekt der Salzburg AG musste jedoch aus Kostengründen abgesagt werden. Dieses 100-Millionen-Euro-Erdwärmeprojekt hätte der Politik geholfen, bereits das Etappenziel vom Masterplan 2020 zu erreichen. Umweltreferentin Astrid Rössler (Grüne) will das Projekt dennoch noch nicht ganz abhaken, „sondern weitersuchen und neue Projekte finden“

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