Salzburgs Wolf zog nach Oberösterreich weiter

Jener Wolf, der im Mai im Pongau Tiere gerissen hat, ist nach der Wolfsattacke in Salzburg nach Oberösterreich weitergezogen. Das bestätigt nun ein DNA-Test. Seit dem Sommer fehlt vom Raubtier jede Spur.

Eine Woche nachdem der Wolf in Eben im Pongau Schafe riss, wurden auch aus Weyer in Oberösterreich tote Tiere gemeldet. Nun konnte nachgewiesen werden, dass es sich bei den beiden Wolfsrissen um dieselbe DNA handelt. „Damit ist eindeutig, dass das Tier von Salzburg weitergezogen ist. Von der Distanz her ist das durchaus realistisch“, sagte der Wolfsbeauftragte des Landes Hubert Stock.

Getötete Schafe auf Wiese bei Hüttau

ORF

In Eben riss der Wolf im Mai sechs Schafe - danach zog er nach Oberösterreich weiter

„Wolf kann bis zu 70 Kilometer am Tag weiterziehen“

Von Eben im Pongau bis nach Weyer in Oberösterreich sind es Luftlinie rund 100 Kilometer. Ein Wolf schafft am Tag laut Wolfsbeauftragten Stock rund 70 Kilometer am Tag. Stock geht davon aus, dass wieder Wölfe nach Salzburg einwandern werden. Rudel und auch Einzeltiere leben in Südtirol, in der Schweiz, in Italien oder Slowenien.

DNA widerlegt Gerüchte um geschossenen Wolf

Nachdem es in Salzburg seit Mai keine Wolfsrisse mehr gab und der Wolf anscheinend spurlos verschwand, kursierten zahlreiche Theorien, was aus ihm geworden sein könnte – bis zum illegalen Abschuss oder bisher unentdeckten Rissen auf Almen. Unter Alm- und Bergbauern kursierte das Gerücht, dass ein Jäger den Wolf illegal abgeschossen hätte. Der aktuelle DNA-Nachweis widerlegt die Theorien. „Damit sind die hartnäckigen Gerüchte eindeutig widerlegt, dass das Tier in Salzburg getötet worden sei“, sagte der Wolfsbeauftragte Hubert Stock.

Links: