Wahrsagerin als mutmaßliche Betrügerin

Die Polizei sucht derzeit nach einer mutmaßlichen Betrügerin. Sie soll als Wahrsagerin im grenznahen Bad Reichenhall zumindest 1.200 Euro ergaunert haben. Die etwa 40 Jahre alte Frau soll Geld für Prophezeiungen verlangt haben.

Zwei Frauen meldeten der Polizei am 2. beziehungsweise 4. August, von einer gepflegten, sympathischen etwa 40-jährigen Frau auf der Straße angesprochen worden zu sein. Die südländisch wirkende Frau sprach gutes Deutsch mit österreichischem Akzent und auch ein wenig italienisch.

Die Frau verwickelte die Passantinnen zunächst in ein persönliches Gespräch und begann dann mit hellseherischen Angaben sowie Weissagungen aus der Handfläche. Sie verstand es die Frauen zu verblüffen und offenbar in ihren Bann zu ziehen, heißt es seitens der bayrischen Polizei.

Kostspielige Beratung: 800 Euro für zwei Stunden

Einer der Frauen übergab die „Wahrsagerin“ eine angeblich heilbringende Wurzel. Als Gegenleistung verlangte sie nach der zweistündigen Besprechung, welche sich auf einer Parkbank abspielte, dann 800 Euro. In einem Fall erhielt die Wahrsagerin die geforderten 800 Euro, im anderen Fall 400 Euro.

Den beiden Damen kam aber die Bezahlung im Nachhinein überhöht vor, weshalb sie die Polizei informierten. Die Polizei sucht jetzt nach der angeblichen Wahrsagerin, sie soll relativ klein, und von kräftiger Statur sein. Sie könnte sich noch im Raum Bad Reichenhall oder Umgebung aufhalten.

Ob Strafbarkeit vorliegt wird geprüft

Die Polizei warnt außerdem davor, sich allzu leichtgläubig durch mystische Versprechungen und Prophezeiungen zu Geldzahlungen verleiten zu lassen, die man hinterher doch bereut. Ob die unbekannte Frau sich mit ihrer Masche aber betrügerisch strafbar macht wird derzeit geprüft. Jedenfalls ist sie geschickt und versteht es ihre Opfer beziehungsweise Kundinnen zu manipulieren, warnt die Polizei.