Drohnen liegen im Trend

Ferngesteuerte Luftfahrzeuge werden immer beliebter. Einsetzbar sind sie beim Film, in der Freizeit aber auch zur Überwachung. Der erste österreichische Luftfahrttag in Salzburg beschäftigt sich mit dieser Entwicklung und damit verbundenen Gefahren.

Das Geschäft mit den Drohnen ist einer der großen Hoffnungsmärkte weltweit. Im Vorjahr flossen weltweit nicht weniger als 400 Millionen Dollar an Start-Up-Unternehmen in diesem Bereich. Konzerne wie Google, Amazon oder Facebook sind ebenso mit dabei wie der amerikanische Energieriese General Electric - und auch in Österreich werden bereits Drohnen gefertigt.

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200 Drohnen sind in Österreich im Vorjahr offiziell zugelassen worden

Drohneneinsatz für Filmaufnahmen

Ursprünglich waren Drohnen für den militärischen Zweck gedacht, etwa für Aufklärungsflüge. Die Vereinigten Staaten hatten sie als erste, mittlerweile hat aber jede größere Armee weltweit Drohnen. Die Drohnen-Technologie ist aber längst auch auf den zivilen Sektor übergeschwappt. „Am meisten werden Drohnen in der Filmindustrie eingesetzt“, sagt Martin von AustroDrones, Alberschwende. „Mit den Drohnen sind Bilder aus großer Höhe möglich aber auch welche aus niedriger Höhe, die man aus einem Flugzeug nicht machen könnte.“

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Filmschaffende machen sich die Drohnen zu Nutze um schöne Aufnahmen aus großer oder geringer Höhe zu bekommen

Der fliegende Hund „Airdog“

Airdog heißt beispielsweise eine zivile Drohne, die seit November auf dem Markt ist und rund 1.300 Euro kostet. Der Airdog ist gewissermaßen ein fliegender Hund, der seinem Herrchen überall hin folgt. In konstantem Abstand und auf gleicher Höhe fliegt der Airdog mit - und filmt dabei. Wer nur sich selber filmt, hat kein Problem. Schwierig wird es allerdings, wenn man mit der Drohne in die Privatsphäre anderer Menschen eingreift, sagt Raoul Fortner von der Vereinigung der Luftfahrtindustrie: „Ich glaube davor haben die Menschen auch die meiste Angst bei den Drohnen.“

Drohnennutzung klar geregelt

Rechtlich ist die Benutzung ziviler Drohnen bei uns klar geregelt: für sämtliche unbemannten Flugkörper gilt eine Höhenbeschränkung von 150 Metern über Grund. Sie dürfen nur im Sichtflug und nicht über besiedeltem Gebiet betrieben werden, die Distanz beträgt maximal 500 Meter im Umkreis. Schwerer als 150 Kilogramm sollten sie auch nicht sein, denn alles was schwerer ist oder weiter fliegt, ist pilotenscheinpflichtig, bestätigt Horst Hasenhütl von der Flugsicherung: „Alle Drohnenbetreiber, die gewerblich damit hantieren, brauchen dafür von der Austrocontrol eine dementsprechende Genehmigung.“

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Außerdem ist eine Transponderpflicht für Drohnen im Gespräch, sagt Raoul Fortner: „Sobald Aufnahmen gemacht werden oder mit dem Drohnenflug eine Mission verbunden ist, also etwas beflogen oder beobachtet werden soll, ist es kein Spielzeug mehr, sondern braucht eben eine Genehmigung.“

„Rechtzeitig mögliche Risiken minimieren“

200 Drohnen sind in Österreich im Vorjahr offiziell zugelassen worden. Wer seinen ferngesteuerten Helikopter übrigens nur so zum Spaß mit einer Kamera bestückt und fliegt, dem droht eine Strafe von mehreren tausend Euro. Der Airchief des Bundesheeres, Karl Gruber, geht davon aus, dass es in ein paar Jahren hunderte Betreiber ziviler Drohnen geben wird: „Es zeichnen sich sehr viele Anwendungsgebiete für diese Geräte ab. Das heißt, die werden auch im Luftraum unterwegs sein und stellen somit ein Sicherheitsrisiko dar. Deshalb brauchen wir entsprechende behördliche Maßnahmen und Regelungen um die Situation händeln zu können.“

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Einerseits brauche man für die Technik entsprechende gesetzliche Normen, andererseits, brauche man Regeln für diejenigen die mit den Drohnen hantieren, sagt Gruber. Daneben sei es vorstellbar, dass Drohnen zu terroristischen Zwecken eingesetzt werden, warnt der Airchief: „Es ist nicht schwer eine Drohne zu kaufen und sie zu bedienen, deshalb müssen wir nun rechtzeitig mit Regelungen und Gesetzen auf diesen Missbrauch reagieren - bevor er passiert.“

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