Diskussion um Schaf „Dorli“ in Kaprun

Die Diskussion um ein Schaf, das in Kaprun (Pinzgau) geschächtet werden sollte, ist noch nicht zu Ende. Jetzt will eine Zimmervermieterin, die das Tier von einem Parkplatz mitnahm, das Tier kaufen und zu einem anderen Bauern stellen.

Ein arabischer Urlauber hatte das Schaf einem Bauern abgekauft und wollte es nach islamischem Ritus schächten lassen. Dabei wird mit einem Messerschnitt der Halsbereich des Tieres mit den Hauptschlagadern durchtrennt. So soll das Tier möglichst vollständig ausbluten.

Zimmervermieterin Barbara Pillwein sah das Schaf auf einem Parkplatz an einem Pfosten angebunden und nahm es kurzerhand mit: „Ich habe mir gedacht, dass die Araber vielleicht von ihrem Plan abgegangen sind und das einfach zurücklassen. Deshalb hab ich es in mein Auto eingepackt und nach Hause gebracht.“

Angepflocktes Schaf in Kaprun

Pillwein

Das Schaf war am Freitag auf einem Parkplatz in Kaprun angepflockt

Viele positive Reaktionen auf Einsatz für „Dorli“

Durch die Aufregung wollte kein Schlachter mehr das Tier schächten. Die Polizei brachte das Schaf dann wieder zum Bauern zurück. Barbara Pillwein bekam viele positive Rückmeldungen zu ihrer Rettungsaktion. Jetzt will sie erst recht um das Schaf kämpfen: „Ich habe so wahnsinnig viele Reaktionen bekommen - ausschließlich positive. Das hat mich dann bewogen, weil ich das Schaf wirklich in mein Herz geschlossen und ‚Dorli‘ genannt habe, es zu kaufen, um sicherzugehen, dass es nicht wieder an den nächsten Araber verkauft wird. Deshalb habe ich den Bauern angerufen. Und wie ich ihm den Vorschlag gemacht habe, hat er mir einfach aufgelegt und wollte nicht mehr weiter mit mir reden.“

Sie hofft nun, dass der Bauer doch noch seine Meinung ändert: „Ich habe einen anderen Bauern gefunden, der eine kleine Schafherde hat und der würde das Schaf gerne zu sich aufnehmen, wo’s einen schönen Platz hat, wo ich’s besuchen kann, wo es Lämmchen bekommen kann. Das würde mich freuen, wenn es gelingen würde.“

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