Energie: Gemeinden sind gefragt

Die Salzburger Landesregierung will in puncto Energiepolitik die Gemeinden stärker ins Boot holen. Gemeinsam soll erreicht werden, dass bis 2020 die Hälfte des gesamten Salzburger Energieverbauchs aus erneuerbaren Quellen stammt.

Die Salzburger Landesregierung will bis 2020 die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs in Salzburg aus erneuerbaren Energiequellen speisen. Die Gemeinden seien dabei der entscheidende Partner.

Solar-Anlage von St. Anton der Caritas bei Bruck an der Glocknerstraße

ORF

Werfenweng als Vorzeigegemeinde in puncto Energie

Welche Fortschritte in Sachen Alternativenergie und Energiesparen in einer engagierten Gemeinde möglich sind, zeigten die beiden ÖVP-Regierungsmitglieder Wilfried Haslauer und Sepp Eisl am Beispiel Werfenweng. Die Gemeinde Werfenweng verfügt mittlerweile über Solarstraßenlaternen, Solartankstellen für Elektroautos und über ein Sonnenkraftwerk.

Es gehe darum, das Bewusstsein zu schärfen, sagt Gemeindereferent Wilfried Haslauer: „Die Gedankenlosigkeit beim Energieverbrauch muss hinterfragt werden. Das ist die Hauptaufgabe.“ Das Land bietet den Gemeinden jetzt Energieberatungstage mit Vorträgen und Einzelgesprächen an.

Windrad in der Natur.

Franz Neumayr

Künftig sollen kleine Windräder ohne Bewilligung gebaut werden dürfen

Windräder ohne Bewilligung

Auch die Gesetzesbestimmungen werden verändert. Solar- und Photovoltaikanlagen sowie kleinere Windräder sind künftig nicht mehr bewilligungspflichtig. Landesrat Sepp Eisl erklärt: „Anlagen, die eine Gesamthöhe unter 30 Metern haben, sind relativ kleine Anlagen. Es gibt Fachleute, die sagen, die kleinen bringen eh nichts. Der Meinung bin ich nicht.“ Um Nachbarschaftskonflikte zu vermeiden, reichen laut Eisl die Abstandsregelungen und Dezibelregelungen. "So hat man das Thema Schatten und Lärm im Griff. Wir brauchen klare Regeln, die einfach sind und dennoch die Nachbarrechte wahren.

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