Weniger Wasser: Ein Fünftel weniger Strom

Das Ausbleiben von Schnee im vergangenen Winter und das trockene Frühjahr haben dazu geführt, dass Flüsse und Bäche heuer deutlich weniger Wasser führen. Für die Stromerzeugung hatte das deutlich spürbare negative Folgen.

Vom Wassermangel bei der Stromproduktion ist nicht nur die Salzburg AG betroffen, sondern ebenso die Energie AG Oberösterreich und andere Erzeuger im Ostalpenraum. In Oberösterreich werden die Mindereinnahmen mit rund 20 Millionen Euro beziffert.

Im Vorjahr erzeugte die Salzburg AG in den eigenen Wasserkraftwerken eine Strommenge von knapp 1.100 Gigawattstunden. Heuer dürfte diese Menge nicht mehr zu erreichen sein. Bäche und Flüsse liefern seit Jahresbeginn deutlich weniger Wasser.

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ORF

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„Niedrigwasser kostet uns fünf Millionen“

Die Stromproduktion sank deshalb um fast ein Fünftel, bestätigt Sigi Kämmerer, Sprecher des Unternehmens: „Die knapp 20 Prozent weniger Erzeugung in den ersten neun Monaten dieses Jahres haben sicher auch eine Auswirkung auf das Betriebsergebnis. Wir rechnen damit, dass uns das insgesamt fünf Millionen Euro kostet. Auf der anderen Seite wäre durch einen regenreichen Herbst noch vieles aufzuholen.“

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Trotz geringerer Produktion gebe es derzeit keine Engpässe, sagt Kämmerer: „Es muss sich niemand sorgen, dass wir zu wenig Strom haben. Wir haben zusätzlich Strom gekauft vom Verbund und anderen Wasserkraftlieferanten. Am Gesamtaufkommen an sauberer Wasserkraft hat sich nichts geändert.“

Es sei nicht daran gedacht, wegen der geringeren Stromproduktion in eigenen Kraftwerken den Strompreis zu erhöhen, betont der Sprecher der Salzburg AG.