Ursula Lorek ist Oberin der Gemeinschaft der Missionsschwestern vom Hl. Petrus Claver in Lengfelden
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FeierAbend

Mit Herz und Seele: Missionsschwestern in Bergheim

An Allerseelen widmet sich ORF 2 in der Sendung „FeierAbend“ der Gemeinschaft der Missionsschwestern vom heiligen Petrus Claver in Bergheim-Lengfelden (Flachgau). Gründerin des Ordens war Gräfin Maria Theresia Ledóchowska. Sie setzte sich für Freiheit und Menschenwürde ein.

Gräfin Maria Theresia Ledóchowska kämpfte an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert mit für damalige Verhältnisse durchaus unkonventionellen Methoden gegen die Sklaverei in Afrika und setzte sich für Freiheit und Menschenwürde ein.

Sendungshinweis

FeierAbend – Mit Herz und Seele, 2.11.2022,
16.45 Uhr, ORF 2

Dieses Anliegen trägt die Gemeinschaft der Missionsschwestern vom heiligen Petrus Claver in Bergheim bis heute weiter. Ursula Lorek ist Oberin der Gemeinschaft – gemeinsam mit ihren Mitschwestern unterstützen sie Projekte zur Vermeidung von Kinderarbeit und Prostitution in Afrika und Asien und engagieren sich gegen Versklavung und Menschenhandel.

Einblick in die Berufung der Gemeinschaft

Im persönlichen Gespräch gibt Schwester Oberin Ursula Lorek Einblick in ihre Berufung in die Gemeinschaft der Schwestern vom heiligem Petrus Claver, einer Weltkirche im Kleinen in Salzburg. Wie ihre Gründerin, die selig gesprochene Gräfin Maria Theresia Ledóchowska, stellen die Schwestern ihr ganzes Leben in den Dienst der weltweiten Mission. Was die tätige Kongregation der Schwestern eint, ist die Hingabe an ihren Glauben und das Charisma der missionarischen Bewusstseinsbildung.

Ursula Lorek ist Oberin der Gemeinschaft der Missionsschwestern vom Hl. Petrus Claver in Lengfelden
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Oberin Ursula Lorek vor dem Foto der Ordensgründerin und Gräfin Maria Theresia Ledóchowska

Ledóchowksa ließ privilegiertes Leben hinter sich

Der Kurzfilm zeigt, wer die zierliche, zerbrechlich wirkende Frau war, die ihr privilegiertes Leben als adelige Hofdame hinter sich ließ, um sich der Sklavenbefreiung zu widmen. „Mit einer technisch hochmodernen Dia-Schau reiste Ledóchowska um die Jahrhundertwende durch halb Europa. Sie gründete den Orden der St. Petrus Claver Schwestern in Salzburg und kritisiert immer wieder das Eindringen von Kolonialismus in traditionelle afrikanische Länder – und das in einer Zeit, in der Frauen in ihrer privaten und öffentlichen Lebensführung einer ganzen Fülle von Einschränkungen unterworfen waren. Die Entrüstung über eine Frau, die sich herausnimmt, öffentlich zu sprechen, erreicht ihren Höhepunkt, als sie beschließt, eine Druckerei zu gründen“, schildert die Salzburger Filmemacherin Gabriele Neudecker.

Drei Anläufe brauchte es, bis Ledóchowksa die Drucker-Konzession erteilt worden war und der Druck der Schwestern auf Hochtouren laufen konnte.

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Missionshaus Maria Sorg
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Missionshaus Maria Sorg in Lengfelden bei Bergheim
Ursula Lorek ist Oberin der Gemeinschaft der Missionsschwestern vom Hl. Petrus Claver in Lengfelden
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Oberin Ursula Lorek bei den Dreharbeiten
Ursula Lorek ist Oberin der Gemeinschaft der Missionsschwestern vom Hl. Petrus Claver in Lengfelden
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Oberin Ursula Lorek bei den Dreharbeiten
Missionshaus Maria Sorg
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Ursula Lorek ist Oberin der Gemeinschaft der Missionsschwestern vom Hl. Petrus Claver in Lengfelden
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Ursula Lorek ist Oberin der Gemeinschaft der Missionsschwestern vom Hl. Petrus Claver in Lengfelden
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Glaubende Menschen stehen im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt der Sendung „FeierAbend“ steht der glaubende Mensch – sein Suchen nach Sinn im Leben, seine Spiritualität und sein Engagement in der Gesellschaft. Es geht darum, einen authentischen Menschen und seinen spirituellen Lebensweg in den Mittelpunkt und ins Bild zu setzen. Was geht ihm oder ihr zu Herzen, was glaubt er oder sie, woraus lebt er oder sie, warum, wie kam es dazu, welche Konsequenzen hat das? Meist werden Menschen vorgestellt, die in Kunst, Wissenschaft und gesellschaftspolitischen Themenfeldern tätig sind und die auf unkonventionelle Weise aufzeigen, was „glauben“ bedeuten kann.

Nicht um Mission, nicht um Belehrung geht es in der Sendung, sondern um individuelle, reflektierte Glaubensgeschichten – immer wieder auch im Gespräch mit Atheisten und Atheistinnen, mit Agnostikern und Agnostikerinnen. Gleichzeitig wollen die Porträts auf spannende und essayistische Weise neue alte Zugänge zum (jüdisch-)christlichen Glauben eröffnen.