Karl Ploberger mit Rasenschnitt im Fernsehgarten
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Garteln in Salzburg

Mulchen: So schützt man den Boden

Wenn die Sonne vom Himmel brennt, dann ist eines ganz besonders wichtig: Den Boden schützen. Das macht man unter anderem mit Mulchen. Tipps dazu von Biogarten-Experten Karl Ploberger und von Ihnen – hier für Sie zum Nachlesen.

Sendungshinweis

„Garteln in Salzburg“, 23.6.2022

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Mulchen ist der Natur abgeschaut – es gibt keine nackte, keine unbedeckte Erde. Daher wird mit Rasenschnitt, Gartenfaser oder Pinienrinde gemulcht. Problematisch ist der Rindenmulch.

Rasenschnitt, Gartenfaser, Pinienrinde

Bestes und günstigstes Mulchmaterial ist der Rasenschnitt. Er fällt meist in großen Mengen an und wird in einer Schicht von etwa fünf Zentimetern auf die Erde gegeben – in allen Bereichen, ob Gemüse- oder Ziergarten.

Gartenfasern
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Gartenfaser als Mulchmaterial

Ebenso kann man die Gartenfaser verwenden. Sie sieht aus wie Erde und ist sehr dekorativ. Die Pinienrinde ist ebenfalls empfehlenswert. Auch mit ihr gibt es keine Probleme mit dem Stickstoffabbau.

Rindenmulch davor, Pinienrinde dahinter
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Pinienrinde dahinter, Rindenmulch davor

Vorsicht mit Rindenmulch

Das große Problem im Garten ist der Rindenmulch, der oft und gerne verwendet wird. Er enthält Gerbsäure und die Mikroorganismen brauchen, um aus diesem Holz Humus zu machen, Stickstoff und magern den Boden ab. Daher verwendet man Rindenmulch nur bei Bäumen und Sträuchern, niemals im Zier- oder Gemüsegarten.

Wenn man den Boden so schützt, hat man weniger Mühe und muss auch weniger gießen.

Tipp von Anita

Anita aus Straßwalchen (Flachgau) hat übrigens beim Mulchen beste Erfahrungen mit Brennnessel-Blättern gemacht. Unter Tomaten halten sie nicht nur den Boden feucht, sondern liefern auch gleich Nährstoffe.

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