Bau von Eigentumswohnungen
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Politik

Erste Berechnungsmodelle für neue Wohnbauförderung

Kommendes Jahr will die Landesregierung mit einer runderneuerten Wohnbauförderung mehr leistbaren Wohnraum schaffen. Aktuell kursieren die ersten neuen Berechnungsmodelle, die alle das Ziel haben, 750 geförderte Mietwohnungen pro Jahr zu errichten. Die SPÖ warnt vor den Plänen.

Das erklärte Ziel der schwarz-blauen Landesregierung ist pro Jahr 750 neue geförderte Mietwohnungen in Salzburg zu errichten. Kosten soll das maximal 190 Millionen Euro. Würde es nach dem Vorschlag der Gemeinnützigen Wohnbauträger gehen würde die Nettomiete auch künftig bei rund 4,7 Euro pro Quadratmeter bleiben. Dafür würde die Miete künftig jährlich um drei Prozent statt wie bisher um maximal zwei Prozent steigen. Das würde allerdings das Budget von 190 Millionen Euro sprengen. Daher hat das Land ein Modell mit einer Nettomiete von bis zu 6 Euro pro Quadratmeter ins Spiel gebracht, bei dem die Mieten dann aber wie bisher um maximal zwei Prozent steigen würden.

Egger: „Modell auf Kosten der Mieter“

Die Sozialdemokraten warnen vor der Variante, die FPÖ-Wohnbaulandesrat Martin Zauner ins Spiel gebracht hat. Die könnte nämlich die Mieten im geförderten Wohnbau empfindlich steigen lassen, kritisiert SPÖ-Klubobmann David Egger: „Das Wunschmodell des Wohnbaulandesrates sieht so aus, dass es auf Kosten der Mieterinnen und Mieter gehen würde. Und zwar wäre es dann eine Miterhöhung bis zu 1.200 Euro pro Jahr an Mehrkosten. Das ist eigentlich ein Skandal.“

Wohnbaulandesrat Martin Zauner (FPÖ) wollte mit Verweis auf die laufenden Gespräche auf ORF-Anfrage kein Interview zum Thema geben.