Das Busterminal im Stadtteil Nonntal – ist der meistfrequentierte Halteplatz für Reisebusse in Salzburg. Am Samstag fuhren ihn etwa 160 vorabangemeldete Busse an. Das waren etwa 30 weniger als am vergangenen Samstag. Für die Touristen ging es von hier aus zu Fuß in die Altstadt, für die Busse weiter zu einem der Park and Ride Parkplätze.
Für ein Verkehrschaos wie letztes Wochenende wollen sich die Reiseveranstalter nicht verantwortlich fühlen, sagte der Busunternehmer Gaston Wolf aus Bayern: „Denn wir bringen 48 Gäste. Die durchschnittlichen Pkws sind mit zwei Personen besetzt, das heißt 24 Autos ersetzen einen Omnibus. Ich denke, dass das mehr zum Chaos führt als dieser eine Reisebus.“
Anmeldesystem für Reisebusse funktioniert trotz Besucheransturms gut
„Verstöße halten sich in Grenzen“
Und tatsächlich blieben Verkehrsprobleme entlang der Reisebus-Routen und auf den Parkplätzen aus. Auch am zweiten Busterminal in der Paris Lodron Straße lief alles problemlos – hier waren am Samstag 45 Busse angemeldet – generell habe das 2018 eingeführte Anmelde-System für Busse zu einer Entschärfung der Busproblematik in der Innen-Stadt geführt, bestätigte auch die Verkehrspolizei: „Die Verstöße halten sich in Grenzen. Großteils fahren die Busse planmäßig die Terminals an und halten sich an die Vorgaben“, so Wolfgang Prenninger von der Verkehrspolizei Stadt Salzburg.
Zweites Adventwochenende: jedes Jahr ein Ansturm
Dass der Verkehr am vergangenen Wochenende dennoch teilweise zum Erliegen gekommen ist, führte die Stadt Salzburg, entgegen der Kritik seitens KPÖ und grüner Bürgerliste, nicht in erster Linie auf die Reisebusse zurück, sagte Karl Schupfer, Sprecher der Stadt Salzburg: „Es ist immer traditionell der zweite Advent Samstag der stärkste Adventtag, weil viele Veranstaltungen zusammenkommen. Da ist der Krampustag, da sind die Weihnachtsmärkte, da ist der starke Einkaufstag.“

Schupfer ergänzte: „Und da sind viele in die Stadt gekommen – nicht nur mit Reisebussen, sondern auch mit privaten PKWs, mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Es war einfach viel los.“
Statt 50.000 Reisebusse jährlich nur noch 38.000
Insgesamt sei man mit dem 2018 eingeführten Slotsystem zufrieden. Bereits im ersten Jahr sei die Anzahl der jährlich in die Stadt einfahrenden Reisebusse dadurch von 50.000 auf 38.000 gesunken. Im kommenden Jahr soll diese Zahl noch weiter reduziert werden.