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Flugbild: Gerald Lehner
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Chronik

Berndorf verlangt UVP für Erdgasbohrungen

Die Gemeinde Berndorf (Flachgau) protestiert gegen die Entscheidung des Landes, dass für geplante Erdgasbohrungen keine Prüfung der Umweltverträglichkeit (UVP) notwendig sei. Jetzt muss das Bundesverwaltungsgericht in Wien entscheiden.

Bis zu 120.000 Kubikmeter Erdgas pro Tag will die RAG Austria im nördlichen Flachgau künftig zusätzlich gewinnen. Die dazu nötigen drei neuen Bohrungen unmittelbar am Rande des Berndorfer Ortsgebietes würden die Einheimischen jedoch enorm stören, sagt Bürgermeister Johann Stemeseder (ÖVP).

Die Sonden würden nämlich nur 150 Meter neben Wohnhäusern ins Erdreich getrieben und die dazugehörigen Produktionsanlagen den derzeit freien Blick auf den Grabensee verstellen, kritisiert Stemeseder. Den jüngsten Bescheid der Wasser- und Energierechtsabteilung des Landes, dass für dieses Projekt keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig sei, hat die Gemeinde daher jetzt beim Bundesverwaltungsgericht beeinsprucht.

„Gasförderung verschärft Klimakrise“

Mehr Gas im Land zu fördern und bisher unrentable letzte Lagerstätten hier jetzt auszubeuten sei angesichts der aktuellen Energiekrise zwar nachvollziehbar, sagt Bürgermeister Stemeseder. Er kritisiert dennoch, dass so die Klimakrise verschärft und die für Einheimische und Touristen wichtige Landschaft rund um Berndorf zerstört werde.