Konzert beim „Jazz and the City“ Festival in Salzburg
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Kultur

Jazz erobert wieder Salzburgs Altstadt

Zwischen 13. bis 16. Oktober gibt es in der Salzburger Altstadt wieder sehr viel Jazz zu hören – improvisierte Musik aus vielerlei Stilen und Genres. Fast 150 Frauen und Männer bespielen die Landeshauptstadt bei „Jazz & The City“ in vielerlei Lokalen. Der Eintritt ist frei. Financier ist der Altstadtverband.

Laut Festivalleiterin Tina Heine sollen viele der rund 100 Veranstaltungen in größeren, luftigen Räumen stattfinden, um das Risiko von CoV-Infektionen zu verringern.

Mit dabei sind viele Stammgäste, wie die Berliner Vokalistin Almut Kühne, der in New York lebende Musiker Volker Götze, Schlagzeuger Alfred Vogel aus Bezau und der Luxemburger Vibraphonist Pascal Schumacher. „Es ist schön, eine Kontinuität an Komplizinnen und Komplizen zu haben, die Dinge aushecken können“, sagt Heine. Es werden aber auch viele neue Gesichter zu sehen sein.

Weltweit auf den Spuren von Bob Dylan

Ein Festivalschwerpunkt ist dem amerikanischen Superstar Bob Dylan gewidmet. 18 Studenten der Universität Mozarteum haben im Sommer vier Kontinente bereist und sich auf die Suche nach Dylans Spuren in der globalen Kultur gemacht. Die Reisenden ließen sich inspirieren und kamen mit Produktionen aus Musik, Performance und Malerei im Gepäck zurück. Ihre Forschungsergebnisse präsentieren sie im Rahmen des Projektes „With Bob Dylan on the road“.

Spaziergänge mit Künstlern

Spannendes verspricht auch der Programmpunkt „Hidden Tracks“: Künstler laden zu Spaziergängen an ihre Lieblingsorte ein. Die Teilnehmer werden abgeholt, wissen aber zuvor nicht, wohin die Entdeckungstour führt. Für Kinder und Jugendliche gibt es Backstage-Touren, Streetdance-Workshops, die „Jazz Kids“ und auch „Hidden Tracks – for youngsters only“. Und auch eine Jazz-WG wird die Altstadt wieder beflügeln, erklärte Altstadtverband-Obmann Andreas Gfrerer.

Vielerlei Performances

Der aus Wales stammende Sänger, Pianist und Standup-Comedian Ian Shaw wird am 13. Oktober um 19.30 Uhr in der Szene Salzburg das Eröffnungskonzert geben. Und ebenfalls in der Szene wird tags darauf die ukrainische Performerin Mariana Sadovska mit dem Perkussionisten Max Andrzejewski & Ensemble mit „Songs of Wounding“ in einen Dialog treten, der das Dunkle und den Schmerz umkreist. Sadovska hat bei Feldaufnahmen in ukrainischen Dörfern vergessene Gesangstechniken erforscht. Ein weiteres Programmhighlight findet in der Galerie 5020 statt: Drei Tage lang erklären dort die Autorin Natascha Gangl und die Komponistinnen Maja Osojnik und Matija Schellander einen Raum zum Resonanzraum für die Künstlerin Unica Zürn, eine Ikone des Surrealismus.

Freiluft-Sessions beim Dom

Auf dem Residenzplatz gibt es wieder eine große Open Air Bühne. Aufgespielt wird unter anderem auch im Salzburger Marionettentheater, im Markussaal, im Heckentheater, im Kunstverein und im Traklhaus. Im „House of Impro“ in der Kollegienkirche und im ehemaligen Mexikanerkeller, dem nunmehrigen Jazzkeller des Arthotels „Blaue Gans“, sowie im Toihaus treffen sich Künstler zum Blind Date.

Eine App sorgt für eine bessere Orientierung quer durch die Programmpunkte und informiert über die spontanen Aktionen des Festivals. Man kann sich seine Favoriten des Programms zusammenstellen und wird mit der Push-Alert-Funktion 15 Minuten vor Beginn ihres Auftrittes erinnert. Diese neue App „Altstadt Events“ wurde vom Pongauer Software-Unternehmen bitminds OG in Kooperation mit dem Festivalveranstalter, der Altstadt Marketing GmbH, entwickelt.