Hochkalter Blaueisspitze Berchtesgadener Alpen vorne Steinernes Meer und Staatsgrenze Salzburg-Bayern
Flugbild: Gerald Lehner
Flugbild: Gerald Lehner
Chronik

24-Jähriger seit Samstag auf Hochkalter vermisst

Seit drei Tagen versuchen Bergretter einen 24-jährigen Bergsteiger vom Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen zu bergen. Der Mann war in 2.400 Metern in schwieriges Gelände abgestürzt und hatte bereits am Samstagnachmittag einen Notruf abgesetzt. Die Suche nach ihm verlief bisher erfolglos.

Die Hoffnung, den am Samstag verunglückten jungen Mann aus Niedersachsen noch lebend zu finden, schwindet. Am frühen Montagabend gegen 18:15 Uhr wurde ein kurzes Wetterfenster für einen Flug mit dem Polizeihubschrauber genutzt, um nach dem vermissten Niedersachsen zu suchen. Doch die Suche verlief ohne Erfolg.

Bergsteiger machte widersprüchliche Angaben

Der junge Mann aus Niedersachsen war am Samstag alleine mit dem Zug angereist, trotz des frühen Wintereinbruchs zu seiner hochalpinen Tour aufgebrochen und hatte dann am Nachmittag gegen 15.00 Uhr einen Notruf abgesetzt, der bei der Leitstelle Tirol in Innsbruck einging. Dabei hat er laut Bericht zunächst angegeben, dass er noch im Aufstieg in geschätzt rund 2.400 Metern Höhe eine größere Strecke abgerutscht sei und sich dabei am Kopf verletzt und beide Arme gebrochen habe, wobei er in absturzgefährliches Gelände geraten sei und Schwierigkeiten habe, nicht weiter abzustürzen.

Seither suchen mehr als 30 Bergretter nach dem Verunglückten. Sie hatten noch mehrfach telefonischen Kontakt zu dem 24-Jährigen. Zwischenzeitlich gab er an, dass er doch nicht ernsthaft verletzt sei. In einem weiteren Telefonat nannte der junge Mann dann neue Koordinaten von seinem Handy, die einen anderen Einsatzort am Hochkalter als vorher angenommen vermuten ließen.

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Hochkalter Suchaktion
Bayerisches Rotes Kreuz
Suchaktion
Bayerisches Rotes Kreuz
Rettungshubschrauber Suchaktion
Bayerisches Rotes Kreuz
Rettungshubschrauber
Bayerisches Rotes Kreuz

Schlechtes Wetter macht Suchaktion schwierig

Eine genaue Ortung des Telefons des Vermissten misslang mehrfach. Am Samstagabend mussten die ersten Einsatzkräfte gegen 20.00 Uhr aufgrund der widrigen Verhältnisse im Schneesturm abbrechen. Für Dienstag ist aktuell schlechtes Wetter vorhergesagt, am Mittwoch rechnen die Einsatzkräfte mit einer Besserung, die eventuell weitere Flüge mit Hubschrauber und Drohne zulässt.