immer weniger Geld bleibt in den Geldbörsen
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Soziales

Warnung vor Armut: Inflation deutlich spürbar

Weil der Strom, die Mieten und generell Dinge des täglichen Bedarfs teurer werden, drohen viele Salzburgerinnen und Salzburgern in die Armut abzurutschen. Die Sozialberatungsstellen im Bundesland melden immer mehr von Armut Betroffene.

Ein Drittel mehr Menschen als im Vorjahr suchte bei der Caritas um einen Stromkostenzuschuss an. Dabei steht der eigentliche Anstieg der Strompreise noch bevor. „Da befürchten wir eben, dass wenn die Teilbeträge erhöht werden, dass es zu vielen Problemen bei den Klienten und Klientinnen der Sozialberatung kommen wird“, sagte Caritas-Bereichsleiter für Soziale Arbeit, Thorsten Bichler.

Längerfristige Entlastung notwendig

Auch die Landeshilfe für Menschen in finanzieller Notlage wird von zwei Drittel mehr Menschen bezogen. Geld gebe es ausreichend dafür, sagte Landeshauptmann-Stellvertreter und Soziallandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne). „Wir haben ja im Entlastungspaket der Landesregierung einen Notfallfonds mit 1,5 Millionen Euro, der über die Landeshilfe abgewickelt wird und darüber können Anträge gestellt werden.“ Der Bund habe mit Einmalzahlungen jetzt auch stark unterstützt, das Land Salzburg wolle aber eine strukturelle Entlastung für Sozialunterstützungsbezieher, ergänzte Schellhorn.

In die selbe Kerbe schlägt die Caritas. Auf Dauer brauche es unbürokratisch Zuschüsse für Menschen, die weniger verdienen. „Eine Forderung, die wir gerade stellen ist eine Anpassung des Sozialhilfegrundsatzgesetzes auf Österreichebene oder des Sozialunterstützungsgesetzes, um einfach das Leben wieder leistbar zu machen und die Einkommen so anzuheben, dass das wieder geht“, so Bichler.

Mietzahlungen werden immer mehr zum Problem

Auch die Schuldenberatung Salzburg schloss sich dieser Forderung an. Deren Geschäftsführer Peter Niederreiter sprach über Probleme bei der Mietzahlung: „Das war über Jahre hinweg kaum Thema und seit einem Jahr merken wir, dass das bei vielen Menschen Thema ist, wie kann ich die Miete bezahlen.“

Die Schuldenberatung sieht sich derzeit noch mit gleich vielen Betroffenen, aber höheren Schuldenbeträgen konfrontiert. Bei der Caritas suchten immer mehr Menschen Hilfe, die zuvor noch nie Probleme hatten, ihre Rechnungen zu bezahlen.

Auswirkungen Teuerung

Weil der Strom, die Mieten und generell Dinge des täglichen Bedarfs teurer werden, drohen viele Salzburgerinnen und Salzburgern in die Armut abzurutschen.