business woman  at the reception of a hotel checking in
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Politik

Kriegsflüchtlinge: Projekt der Hoteliers läuft

Das private Projekt, bei dem Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in Hotels untergebracht werden, laufe gut, sagt Initiator und Hotelier Sepp Schellhorn aus Goldegg (Pongau). Rund 250 Hotels in Österreich, Deutschland und Südtirol nehmen daran auf eigene Kosten teil. Steuergeld der Regierungen wird dabei nicht angezapft.

Im eigenen Seehof hat Sepp Schellhorn selbst zwei große Familien aus der Ukraine untergebracht, zwei 17-Jährige werden demnächst zusätzlich erwartet. Für ihn sei das Projekt eine Herzensangelegenheit, sagt der ehemalige NEOS-Abgeordnete. Er hat viele Kollegen aus der Branche inspiriert, es ihm gleichzutun.

Viele nach drei Monaten selbst aktiv

250 Hotels in Österreich, Südtirol und in Deutschland seien nun bereit, Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufzunehmen. Die Zahl ändere sich ständig, sagt Schellhorn. Die Dauer der Aufenthalte wird individuell vereinbart. Meistens gehe es um rund drei Monate, weil sich die Ankömmlinge dann selbst um eigene Unterkünfte bemühen oder zu Freunden bzw. Verwandtschaft ziehen.

Sepp Schellhorn
BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com
Sepp Schellhorn hat diese internationale Projekt eingefädelt

Kein Steuergeld in Verwendung

Steuergeld aus den Kassen von Regierungen – wie viele NGO – bekommen die teilnehmenden Hoteliers nicht. Man sei zwar in engem Kontakt mit dem Bund, wenn Unterkünfte gebraucht werden.

Die private Initiative sei nicht dazu gedacht, Geld für Kost und Logis einzustreichen oder leere Hotelbetten ertragreich zu füllen, sagt der Salzburger Hotelier Schellhorn.