Laborant mit Coronavirus-Tests – rundum ihn Proben
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Chronik

Erstmals über 20.000 CoV-Infizierte in Salzburg

Die Omikron-Welle steuert auch in Salzburg auf ihren Höhepunkt zu. Mit Stand Donnerstagfrüh lag die Zahl der Infizierten im Bundesland erstmals über 20.000. Auch die 7-Tage-Inzidenz im Bundesland erreichte mit 2.717 einen Höchstwert.

Seit Anfang Jänner steigt dieser Wert kontinuierlich an und hat sich in diesem Zeitraum mehr als verzehnfacht. Allerdings hat sich das Wachstum in den vergangenen Tagen deutlich abgeschwächt. Salzburg dürfte sich – wie prognostiziert – dem Höhepunkt der Omikron-Welle nähern, den wir für Ende Jänner oder Anfang Februar erwartet werde, sagte Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik.

Im Gegensatz zur Zahl der Infizierten liegt die Zahl der Covid-Patienten in intensivmedizinischer Betreuung aktuell bei 11 und damit so niedrig wie zuletzt Ende Oktober. Die Belegung auf den Normalstationen steigt an. Im laufenden Monat Jänner gab es in Salzburg laut Landesstatistiker Filipp so viele Infektionen wie im gesamten ersten Jahr der Pandemie. Rund 30 Prozent aller bisherigen Corona-Fälle gehen demnach bereits auf das Konto der Omikron-Welle.

Viele Infizierte, aber weniger Intensivpatienten

Die Zahl der stationären Fälle liegt aktuell bei 86. Die Zahl der belegten Intensivbetten beträgt 11. Letzteres sei das geringste Niveau seit Ende Oktober 2021, betont Filipp. Vor einer Woche lagen noch 17 Personen auf Salzburgs Intensivstationen, eine Woche davor waren es 15.

Die Omikron-Welle steuert auch in Salzburg auf ihren Höhepunkt zu. Mit Stand Donnerstagfrüh lag die Zahl der Infizierten im Bundesland erstmals über 20.000. Auch die 7-Tage-Inzidenz im Bundesland erreichte mit 2.717 einen Höchstwert.
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Auch daran sehe man, dass die Impfung – trotz hoher Fallzahlen – das Risiko eines schweren Verlaufs deutlich verringere. Vor allem auf den Intensivstationen liege das Niveau der Belegung klar unter früheren Wellen. Die Zahlen auf den Covid-Normalstationen steigen laut Filipp allerdings.

Aktuelle Daten für Salzburg

  • 20.569 aktiv infizierte Personen
  • 7-Tage-Inzidenz: 2.717,4
  • 86 Covid-Patienten im Spital, davon 11 auf Intensivstation
  • Bisher gesamt 804 gemeldete Todesfälle
  • 144.892 Infektionen bisher insgesamt
  • 1,11 Reproduktionszahl
  • 7-Tage-Inzidenz nach Bezirken:

Pinzgau 3.677,1; Pongau 3.394,7; Tennengau 3.044,7; Lungau 2.694,1; Stadt Salzburg 2.209,6; Flachgau 2.198,2.

In allen 119 Gemeinden Salzburgs gibt es derzeit zumindest einen aktiven Fall und nur mehr in einer Gemeinde, im Lungauer Göriach, liegt die 7-Tage-Inzidenz unter 1.000, in 58 Gemeinden liegt sie über 3.000.

Inzidenz nach Altersgruppen

Es gibt nach wie vor eine starke Altersabhängigkeit der 7-Tage-Inzidenz. Die höchsten Werte weisen derzeit die schulpflichtigen Kinder mit rund 5.200 auf, bei den 15- bis 19-Jährigen beträgt sie rund 3.900.

Bei den 20- bis 29-Jährigen liegt sie bei rund 3.000 und ist damit im Vergleich zu den Vorwochen sogar etwas gesunken. Wieder deutlich höher liegen die Werte mit etwa 4.000 bei den 30- bis 44-Jährigen, danach sinken die Werte kontinuierlich bis auf ein Niveau von etwa 1.300 bei den 60- bis 69-Jährigen. Bei den über 70-Jährigen beträgt die 7-Tage-Inzidenz mittlerweile rund 750 und steigt auch in dieser Altersgruppe kontinuierlich an.

50.000 Impfungen pro Woche möglich

Im Bundesland Salzburg sind pro Woche 50.000 Impfungen möglich. Dafür stehen rund 400 Ordinationen und die Impfstraßen des Roten Kreuzes zur Verfügung. Zudem gibt es Sonderimpfaktionen in jedem Bezirk – dies mit und ohne Anmeldung von Montag bis Sonntag.

Corona-Kinderimpfungen können bei den Ärztinnen und Ärzten direkt vereinbart werden. Eine permanente Kinderimpfstraße ist im Airportcenter in Wals-Siezenheim in Betrieb. Für alle ab 12 Jahre können Termine nach wie vor auch bei den Impfordinationen, für die Impfstraßen unter www.salzburg-impft.at und telefonisch unter 1450 vereinbart werden.

CoV-Ampel: Weiter alle Bundesländer auf „Rot“

Die Corona-Ampelkommission hat am Donnerstag wieder eine Risikobewertung vorgenommen und dabei alle Bundesländer auf „Rot“ (sehr hohes Risiko) belassen.