Ein Süchtiger schnupft Kokain (gestellte Szene).
APA/HELMUT FOHRINGER
APA/HELMUT FOHRINGER
Chronik

Drogenprozess um weltweit organisiertes Verbrechen

Handel von drei Kilo Kokain und ein speziell verschlüsseltes Handy für Verbrecher waren Montagnachmittag bei einem Prozess im Landesgericht die Themen. Er wurde vertagt. Es geht um organisiertes Verbrechen. Angeklagt ist ein 32-jähriger Serbe, der nach einer internationalen Polizei-Aktion als erster Verdächtiger vor Gericht steht.

Das Verfahren wird am 15. Februar in Salzburg fortgesetzt. Der Richter lädt dazu speziell ausgebildete Polizisten aus Wien als Zeugen vor.

Bei der „Operation Achilles“ wurden insgesamt mehr als 800 Verdächtige in 16 Ländern festgenommen. Mehr als 80 Verdächtige sind es in Österreich. Es geht dabei auch um so genannte Anom-Telefone, die mit speziellen Krypto-Verschlüsselungen funktionieren. Sie sind nur untereinander verbunden und werden weltweit von Drogen- und Geldwäsche-Banden zur abhörsicheren Kommunikation benutzt. Sie haben spezielle Funktionen. Alle Inhalte, Verbindungsdaten und Chats können auf Knopfdruck dauerhaft gelöscht werden.

Wichtige Hinweise aus den USA

Der Entwickler dieser Telefone diente sich jedoch Ermittlern in den USA an, weil so einer Gefängnisstrafe entgehen wollte. So konnte das FBI die Verschlüsselungscodes und die Kommunikationsströme mitlesen. Auch der nunmehr angeklagte Serbe sei in dieser Form observiert worden, heißt es von den Ermittlern. Drei Kilo Kokain sollen dabei aus den Niederlanden nach Salzburg gekommen sein – versteckt in Lastwagen. Umgeladen wurde auf der Autobahnrastation Golling (Tennengau).

Bis zu 15 Jahre Haft für Vorbestraften

Das Kokain soll der Mann dann weiterverkauft haben. Ein Schuldspruch könnte ihn teuer zu stehen kommen. Er ist nämlich wegen Drogenhandels schon vorbestraft. Deshalb drohen im nun bis zu 15 Jahre Haft.