Visualisierung zeigt Coronavirus
Getty Images/Science Photo Library/Kateryna Kon
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Coronavirus

Fast jeder zweite Fall soll Omikron-Fall sein

Der Omikron-Anteil an den CoV-Infektionen wird von Landesstatistikern mittlerweile auf 40 Prozent geschätzt. Mitte Januar rechnen die Experten damit, dass die Omikron-Welle in Salzburg ihre ganze Wucht entfalten wird. Der Salzburger Infektiologe Richard Greil mahnt zur Vorbereitung.

Fast jeder zweite CoV-Fall im Land Salzburg ist mittlerweile auf die Omikron-Variante des Coronavirus zurückzuführen. Die Zahl der Omikron-Fälle ist von Donnerstag auf Freitag von 280 auf 440 gestiegen. In Flachau (Pongau) gibt es zum Beispiel schon mehrere Cluster die laut dem Land Salzburg in Zusammenhang mit der neuen Virusvariante stehen.

Studie: „Milderer Verlauf, aber infektiöser“

Ein Blick in die bisher betroffenen Länder Europas zeigt, die Omikron-Welle kommt deutlich schneller als die bisherigen. In Großbritannien sieht man etwa, dass es gerade einmal 15 Tage gedauert hat bis die Virusvariante das Land mit bis zu 100.000 Neuinfektion am Tag regelrecht überrollt hat. Britische Studien deuten aber darauf hin, dass die Krankheitsverläufe deutlich milder sind. Sprich Omikron bringt einen deutlich seltener ins Krankenhaus als Delta. Ob das auch in Salzburg so sein wird ist noch unklar.

„Omikron-Fälle bisher meist bei Jungen“

„Wir wissen noch nicht, ob das ein günstigerer Verlauf ist. Das hängt sehr stark damit zusammen, dass in Großbritannien, Dänemark, Südafrika etc. die Infektion noch nicht in die ältere Risikogruppe eingedrungen ist, sondern vorwiegend bei Jüngeren aufgetreten ist, wo wir von vornherein einen milderen Verlauf erwarten. Man sieht aber in Großbritannien bereits ein Vervierfachung der Hospitalisierungsrate“, sagt Infektiologe Richard Greil vom Uniklinikum Salzburg. In Salzburg kommt noch dazu das die Impfquote deutlich niedriger ist als etwa in Großbritannien oder Dänemark.

Omikron-Welle für Januar erwartet

Mitte Jänner rechnen die Experten damit, dass die Omikron-Welle in Salzburg ihre ganze Wucht entfalten wird. Damit die Spitäler dem standhalten können, müsse vor allem das Infektionsgeschehen in den Schulen kontrolliert werden, fordert der Salzburger Infektiologe Richard Greil.

„Kinder schützen um so andere zu schützen“

Neben der Hospitalisierungsrate dürfte aber vor allem die höhere Anzahl an gleichzeitig Infizierten und Kontaktpersonen in Quarantäne die Spitäler an die Belastungsgrenze bringen. „Es wird ganz wichtig sein, dass vor allem in den Kindergärten und Schulen von jungen Schülern die Infektion verhindert wird, weil ja sehr viele alleinerziehende Mütter oder Familien mit kleinen Kindern ein zentrale Rolle in den Krankenanstalten spielen“, so Greil. Da sich ein rasantes Ausbreiten der neuen Coronavirus-Variante aber kaum aufhalten lässt, wird auf Bundesebene auch bereits über Lockerungen der Quarantäneregeln nachgedacht.

Appell: Abstand halten, Maske tragen

In Anbetracht der von Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz befürchteten Omikron-Welle für Mitte Januar, appelliert sie bei Silvesterfeiern Menschenansammlungen möglichst zu vermeiden, Abstand zu halten und eine FFP2-Maske zu tragen.