Warnung vor Lawinengefahr
APA/JAKOB GRUBER
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Chronik

Skitouren „nur dort, wo kein Wind im Schnee drin war“

Skitourengeher sollten in Salzburg an diesem Wochenende sehr vorsichtig sein, betont der Lawinenwarndienst. Auf Grund der umfangreichen Schneeverfrachtungen sollte man nur dort unterwegs sein, „wo kein Wind in der Schneedecke drinnen war.“

Ab der Waldgrenze gilt an diesem Wochenende landesweit Lawinenwarnstufe drei – also erhebliche Lawinengefahr. Die einzige Ausnahme ist laut Lawinenwarndienst die Osterhorngruppe – hier herrscht mäßige Gefahr.

Doch gerade bei Warnstufe drei passieren die meisten Unfälle. Frischer und alter Triebschnee mache die Situation derzeit gefährlich, sagt Claudia Riedl vom Salzburger Lawinenwarndienst: „Der ist teilweise leicht auslösbar – das Gewicht eines einzelnen Wintersportlers reicht aus, um einen Lawine loszutreten.“

Nordwest-, Ost- und Südhänge „heikel“

Auch am Wochenende bildet sich noch frischer Triebschnee – zudem weht ein kräftiger bis starker Nordwind: „Da werden wieder die Ost- und Südsektoren eingeblasen“, sagt Riedl. „Das heißt: Es ist auf jeden Fall auf den frischen und schon älteren Triebschnee zu achten. Besonders heikel sind die Sektoren Nordwest über Ost bis Süd.“

Riedl rät deshalb zu einer entsprechenden Tourenplanung mit Hängen ohne Windverfrachtung: „Da’s überall Schnee hat, kann man Touren dort gehen, wo kein Wind in der Schneedecke drinnen war.“ Skitouren sollten nur bis zur Waldgrenze gegangen werden, jedenfalls sollten Wintersportler bei Lawinenwarnstufe drei unterhalb von 2.000 Metern bleiben.