Warnschild „Eisfläche gesperrt“ vor Leopoldskroner Weiher im Winter in der Stadt Salzburg, im Hintergrund Schloss Leopoldskron
ORF/Peter-Paul Hahnl
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Chronik

Warnung vor Eislaufen auf Seen und Teichen

Die Salzburger Wasserrettung warnt – trotz der derzeit tiefen Temperaturen – eindringlich vor dem Eislaufen auf Seen, Teichen und Weihern. Die Eisdecken seien noch nicht tragfähig, so die Experten.

Speziell Innergebirg haben erste Seen bereits eine Eisdecke. Allerdings bestehe auf den gefrorenen Gewässern oft noch Lebensgefahr, weil die Eisdecken noch nicht tragfähig sind, warnte die Wasserrettung.

Bodenwärme, Strömungen, Zuflüsse, Gasbläschen aus schlammigem Grund oder ehemalige Einbruchstellen und Risse – all das können mögliche Gründe sein, dass Eis an verschiedenen Stellen eines Gewässers unterschiedlich dick ist und oft schon bei geringer Belastung brechen kann. Die Salzburger Wasserrettung warnt deshalb eindringlich davor, bereits gefrorene Seen zu betreten. Besonders gefährlich seien schneebedeckte Stellen, denn dort sei das Eis am dünnsten.

„Eisflächen noch nicht betreten“

Sollte jemand in einem See einbrechen, appellieren die Retter, sie sofort zu verständigen. Sollte das nicht möglich sein – etwa, weil man alleine unterwegs ist –, gelte es vor allem, Panik zu vermeiden und schnell zu handeln. Bereits nach wenigen Minuten im eiskalten Wasser werden die Glieder so steif, dass alle Versuche, sich zu bewegen, scheitern, heißt es von den Experten.

Grundsätzlich gebe es bei der Selbstrettung zwei Möglichkeiten: Bei tragfähigem Eis solle man versuchen, sich flach darauf zu schieben und zum Ufer zu kriechen. Wenn das nicht möglich ist, gelte es, das Eis mit den Fäusten stückweise zu zerbrechen und sich so einen Weg in Sicherheit zu bahnen. Um all das aber von vornherein zu vermeiden, appelliert die Wasserrettung an alle, Eisflächen jetzt noch nicht zu betreten.