Seit Montagfrüh ist in Salzburg die erste „Kinder-Impfstraße“ in Betrieb. Im Salzburger Marionettentheater verabreichen Kinderärzte den CoV-Impfstoff von Biontech-Pfizer in stark reduzierter Form an Fünf- bis Zwölfjährige. Es kamen viele Eltern mit ihren Kindern ins Theater.
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Marionettentheater: Kinderimpfungen begehrt

Seit Montagfrüh ist in Salzburg die erste „Kinder-Impfstraße“ in Betrieb. Im Salzburger Marionettentheater verabreichen Kinderärzte den CoV-Impfstoff von Biontech-Pfizer in stark reduzierter Form an Fünf- bis Zwölfjährige. Gleich zum Start kamen viele Eltern mit ihren Kindern ins Theater.

Zwischen Marionetten und Zeichentisch wurde das Superhelden-Zelt im Marionettentheater aufgebaut. Den Kindern gefällt das Ensemble.

Eltern machen sich Entscheidung nicht leicht

Das Hello-Kitty-Pflaster macht dann alles wett – und wenn man noch dazu jemanden in der Familie kennt, dem es wegen CoV gar nicht gut geht, dann ist der Stich schnell vergessen, wie die kleine Katharina Berg aus Hallein (Tennengau) schildert: „Meine Cousine hat Corona gehabt, und der ist es voll schlecht gegangen. Der gehts jetzt immer noch schlecht. Die schaut voll mies drein.“

WER IMPFT, GEWINNT!
Eine Initiative des ORF: Impflotterie Österreich

Zwei Wochen lang wird nun im Salzburger Marionettentheater geimpft. Knapp tausend Kinder sind schon angemeldet. Die meisten Eltern betonen, sich die Entscheidung nicht leicht gemacht zu haben – wie die Halleinerin Birgit Berg: „Es war eine sehr schwierige Entscheidung, weil man noch nicht so viel weiß drüber. Aber ihre Cousine hängt immer noch dran. Und dann habe ich gesagt, wir machen das. Man kann ein bisschen das Risiko eines schweren Verlaufes minimieren, und dass sie sich vielleicht weniger anstecken.“

Kinderärztin von Ambiente begeistert

Das Marionettentheater als Kinder-Impfstraße komme gut an, wie Kinderärztin Jutta Sigmund erzählt: „Es ist ein netter Ort. Schon wenn man reingeht, sieht man überall die Puppen. Und es wirkt familiär. Anders als im Messezentrum.“

Auch wenn die Impfskeptiker nicht hierher kommen. Die Impfung für Kinder wird weltweit kontroversiell diskutiert. Einzige Lösung für die Kinderärztin – eine Impfpflicht: „Irgendwann geht es nur noch so. Bei Pocken war es auch eine Pflichtimpfung. Da hat keiner etwas gesagt.“

Für den Zweitstich bei den Kindern soll das Angebot ausgebaut werden, sagt Salzburgs Gesundheitsreferent und Vize-Regierungschef Christian Stöckl (ÖVP): „Wir werden auch Straßen für Kinder einrichten, die ständig besetzt sind.“

Anmelden für die Kinderimpfungen kann man sich übers Internet.