Kinderimpfung
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Erster Impfplan für Salzburger Kinder steht

Für Montag ist der Start für die erste Kinder-Impfstraße in Salzburg fixiert. Anders als in Wien hat es in Salzburg vorab keine groß angelegten Off-Label-Impfungen für Kinder gegeben. Kritik kommt währenddessen von der SPÖ – ihr geht das alles zu langsam.

Die SPÖ wirft der Landesregierung vor, wertvolle Zeit zu verschlafen. Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP) sieht das anders. Er will rund um die Kinderimpfung keine Hektik aufkommen lassen: „Wir haben ganz bewusst die Entscheidung in Wien abgewartet. Das Impfen ist ein sehr emotionales Thema, und wir sollten da keine Hektik entwickeln.“

Gesundheitsreferent warnt vor Hektik

Eine zweite Impfstraße ist nächstes Wochenende im Haus der Natur geplant. In Salzburg leben 38.000 Kinder zwischen fünf und elf Jahren. Vorrangig will man sie in Arztordinationen impfen, um Eltern und Kinder entsprechend aufzuklären. Schon jetzt stoßen niedergelassene Ärzte an ihre Kapazitätsgrenzen.

Seit Freitagmittag können Eltern ihre Kinder zur Impfung auch vormerken. Andere Bundesländer seien diesen Weg schon in den vergangenen Wochen gegangen, sagt Stöckl: „Bei der Vormerkung haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Menschen sehr ungeduldig und ihre Codes kommen nicht daher. Deshalb sollte die Übermittlung der TAN-Codes möglichst kurz gehalten werden.“

Testchaos mit Privatlabor geht weiter

In Salzburg geht die zweite Arbeitswoche mit Testchaos zu Ende. Diese war für viele ein Lotteriespiel – wenn man auf PCR-Gurgeltests von Novogenia setzt. Den Zuschlag hatte das Eugendorfer Labor vom Bund bekommen.

„Falsche Zeit, um Nerven zu verlieren“

Für das Land sei die aktuelle Situation alles andere als zufriedenstellend. Den Vertrag mit Novogenia könnte man kündigen – wolle man aber nicht, sagt Markus Kurcz vom „Covid Board Land Salzburg“: „Es geht hier nicht darum, wie lange der eine oder andere Vertragspartner zuschaut. Es wäre hier der falsche Zeitpunkt, die Nerven zu verlieren. Unser System ist die Stabilisierung des Systems.“

Das Rote Kreuz sichert für seine PCR-Gurgeltests die Ergebnisse in weniger als 36 Stunden zu. In den meisten Fällen kommen sie auch früher.