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Wirtschaft

„Kontrollen für Betriebe nicht machbar“

Salzburger Händler sehen die Kontrollen des Lockdowns für Ungeimpfte ab Montag als nahezu unmöglich an. Klar ist für die Händler, dass sie die Kontrollen nicht übernehmen könnten, das müsse die Polizei tun.

Zusätzlich fürchtet der Handel massive Umsatzeinbußen. Die Wirtschaftskammer kündigt hier bereits Schadenersatz-Forderungen an den Bund an. Wirte kontrollieren ihre Gäste bereits beim Betreten des Wirtshauses selbst. Gleiches gilt bei Kultur- oder Sportveranstaltungen.

Im Handel seien Zutrittskontrollen allerdings nahezu unmöglich durch die Betriebe durchzuführen, stellt der Präsident der Salzburger Wirtschaftskammer, Peter Buchmüller, klar.

„Das darf nicht an den Betrieben hängen bleiben“

„Das kann und darf nicht an den Betrieben hängen bleiben, sondern das muss schon der Staat für die Betriebe machen. Da muss es Stichproben geben, aber dabei müssen die Betriebe außen vor gelassen werden“, sagt Buchmüller.

Laut den Ankündigungen durch die Bundesregierung soll der Lockdown für Ungeimpfte ab Montag zumindest stichprobenartig von der Polizei kontrolliert werden. Ob auch die Betriebe bei den Kontrollen gefordert sind, wird erst klar sein, wenn die Verordnung am Sonntag vorliegt.

Ungeimpfte fallen als Kunden für den Handel aus

Klar ist hingegen schon jetzt, dass die rund 35 Prozent der Bevölkerung, die derzeit noch ungeimpft sind, für die Betriebe als Kundschaft ausfallen werden. Dafür fordert Buchmüller Entschädigungen.

„Damit fehlen dem Handel und natürlich auch allen anderen Betrieben 35 Prozent der Kaufkraft. Das tut natürlich weh und hier brauchen wir Entschädigungen für die Betriebe, die diesmal auch schnell und unbürokratisch abgewickelt werden müssen“, verlangt Buchmüller.

„Kontrollen für Betriebe nicht durchführbar“

Salzburger Händler sehen die Kontrollen des Lockdowns für ungeimpfte ab Montag als nahezu unmöglich an. Das müsse die Polizei tun.