Soziales

Ärger über Abriss von GSWB-Wohnblock

Die gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft GSWB plant in Salzburg in Werfen (Pongau), eine Wohnanlage aus den 1950er Jahren komplett abzureißen. Weil die Anlage in den letzten Jahren aber erst saniert wurde, fürchten Mieter um ihre günstigen Mietverträge.

Mehr als 80 Wohnungen umfasst die Siedlung im Werfener Ortsteil Tenneck (Pongau). Da die Wohnanlage aus den 50er Jahren stammt, sei eine Generalsanierung wirtschaftlich und technisch nicht darstellbar, schreibt die GSWB in einem Schreiben an die Mieter.

Daher soll die Siedlung bereits nächstes Jahr abgerissen werden und durch einen Neubau mit barrierefreien Wohnungen und Tiefgarage ersetzt werden. Für viele Mieter ist das unverständlich, da in den letzten Jahren noch zahlreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen worden sind, schildert etwa Mieter Josef Brunner: „Wir habe neue Fenster und Leitungen sowie eine Heizung bekommen – wir verstehen das überhaupt nicht.“

Zwei Häuser werden nicht abgerissen

Für Unverständnis sorgt auch die Tatsache, dass zwei der Häuser in der Siedlung vom Abriss ausgenommen sind und sehr wohl generalsaniert werden. Viele Fragen und Einwände hat es daher am Donnerstagabend bei der Mieterversammlung rund um die Neubaupläne der GSWB gegeben.

Einzelgespräche mit Mietern geplant

Die GSWB wiederum will nun in Einzelgesprächen mögliche Ersatzwohnungen bzw. Möglichkeiten der Um- und Rücksiedelung mit den Mietern klären. Jeder Mieter soll sich auch eine passende Wohnung im Neubau aussuchen dürfen. Die neuen Wohnungen werden allerdings deutlich teurer sein, kritisiert Mieter Rudolf Teppan: „Da kommt man gleich einmal auf 700 bis 800 Euro – und das am Land, am Ende der Welt.“

Damit die GSWB den Abriss und den Neubau wie geplant durchführen kann, braucht es die Zustimmung aller Mieter. Gibt es die nicht, bräuchte es Kündigungsverfahren und die könnten sich über Jahre hinziehen.

Ärger über Abriss von GSWB-Wohnblock

Die gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft GSWB plant in Salzburg in Werfen (Pongau), eine Wohnanlage aus den 1950er Jahren komplett abzureißen. Mieter bangen um ihre derzeit noch günstigen Mietverträge.