Hände liegen auf einer Tastatur an einem Arbeitsplatz in einem Büro
ORF.at/Dominique Hammer
ORF.at/Dominique Hammer
Wirtschaft

Unternehmen zu 3-G-Regel am Arbeitsplatz

Ab 1. November tritt nun auch am Arbeitsplatz die 3-G-Regel in Kraft. Verpflichtend ist dann der 3-G-Nachweis für alle, die in der Arbeit mit anderen in Kontakt kommen: Etwa in Büro oder Kantine.

Wer nicht gegen Covid-19 geimpft, im vergangenen halben Jahr genesen oder frisch negativ getestet ist, kann seinen Job nicht mehr ausüben. Jedenfalls nicht an Arbeitsplätzen mit Kolleginnen und Kollegen im Büro oder in der Firma. So der Plan der Regierung und der Oppositionspartei SPÖ.

Lidl setzt schon länger auf 3-G-Regel

Beim Lebensmittelkonzern Lidl wird bereits seit längerer Zeit auf die 3-G-Regel gesetzt. Unternehmenskommunikationsleiter Simon Lindenthaler dazu: „Was genau in der Forderung steht, wissen wir jetzt noch nicht. Es ist aber so, dass bei uns die 3-G-Regel in fast allen Bereichen umgesetzt ist. Gleichzeitig sind noch sehr viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice. Die Einhaltung der 3-G-Regel liegt momentan in der Verantwortung der Führungskräfte und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst.“

Hagleitner stellt sich auf Mehraufwand ein

Der Hygienekonzern Hagleitner, mit Sitz in Zell am See (Pinzgau), stellt sich auf einen Mehraufwand für das Unternehmen ein, sagt dessen Pressesprecher Bernhard Peßenteiner: „Die 3-G-Regel gilt bei uns vielfach schon jetzt. Konkret zum Beispiel in Meetings ab vier Personen. Wer zum Meeting einlädt, der kontrolliert. Das heißt, Hagleitner ist für diese Verordnung bereit. Vom genauen Inhalt hängt dann aber ab, ob es noch extra Personal für die Kontrolle braucht.“

Für rund Hälfte der Unternehmen 3-G kein Thema

Laut einer Onlineumfrage des Jobportals karriere.at ist aber für knapp die Hälfte der Unternehmen ein 3-G-Nachweis am Arbeitsplatz momentan noch kein Thema. Der Geschäftsführer von karriere.at Georg Konjovic dazu: „Die meisten Arbeitgeber kennen sogar nicht einmal den Impfstatus ihrer Belegschaft. Es findet dort keine wirklich strukturierte Abfrage statt.“ Das werde sich aber wohl mit Inkrafttreten der 3-G-Regel am Arbeitsplatz verändern.

AK fordert flächendeckendes Testangebot

Der Salzburger Arbeiterkammer-Präsident Peter Eder begrüßt grundsätzlich die Maßnahmen für den Schutz der Beschäftigten. Er fordert aber ein flächendeckendes Testangebot, und das sieben Tage die Woche. Dieses würde in Salzburg laut Eder derzeit noch fehlen. Das Gesundheitsministerium arbeitet momentan die neue Verordnung aus und wird diese in den kommenden Tagen präsentieren.