Landesgericht in der Stadt Salzburg
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Gericht

Pensionist wegen Stalkings vor Gericht

Am Landesgericht Salzburg ist für Dienstagnachmittag ein Prozess gegen einen Pensionisten anberaumt. Dem Tennengauer wird beharrliche Verfolgung – also Stalking, Körperverletzung, Nötigung, und Einbruchsdiebstahl vorgworfen.

Es sind einige Delikte die die Staatsanwaltschaft dem 54-Jährigen anlastet. Im Mittelpunkt steht die monatelange beharrliche Verfolgung einer Frau. Zwischen Mai und Dezember 2020 hat der Pensionist sie laut Anklage nicht aus den Augen gelassen, sie innerhalb eines Monats alleine 155 Mal angerufen.

Zudem soll er das Schloss an ihrem Fahrrad aufgebrochen und ihr das Rad dann weggenommen haben. Auch soll der Pensionist der Frau gegenüber handgreiflich geworden sein: Konkret wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor, ihr ins Gesicht geschlagen, sie gegen eine Wand geschleudert und sie dann zu Boden gedrückt zu haben.

Mehrmals nicht vor Gericht erschienen

Der Pensionist soll versucht haben, ihr das Handy zu entreißen, damit sie keine Videoaufnahmen machen kann. Der 54-Jährige und das Opfer dürften sich im Obdachlosenmilieu kennen gelernt haben. Bei den bisherigen Einvernahmen hat der Angeklagte alle Vorwürfe bestritten – ob er beim dritten Verhandlungstermin in der Causa auftauchen wird, bleibt abzuwarten. Bei den bisher angesetzten Verhandlungsterminen ist der Mann jedenfalls nicht erschienen.